Tempo 10 in allen Marktstraßen?

Tempo 10 gilt bislang nur auf der Veerßer Straße – diese Lösung kommt gut an bei Anliegern der Innenstadt. Jetzt sollen auch Pflanzkübel auf den anderen beiden Marktstraßen für eine weitere Verkehrsberuhigung sorgen. Foto: Wendlandt

Uelzen. Die drei Uelzener Marktstraßen sollen künftig ein einheitliches Bild abgeben – sowohl von der Optik her als auch von der Verkehrsführung: In seiner jüngsten nicht öffentlichen Sitzung hat sich die Arbeitsgruppe (AG) Innenstadt dafür ausgesprochen, nunmehr auch die Lüneburger Straße und die Gudesstraße nach dem Vorbild der Veerßer Straße ausgebaut werden.

Am 26. Mai will die Stadtverwaltung die Öffentlichkeit in einer Bürgerversammlung über die Pläne informieren. Die AG Innenstadt besteht aus verschiedensten Interessengruppen sowie Vertretern aus Politik. „Dass aus all diesen Reihen große Zustimmung kommt, freut uns natürlich“, sagt Baudezernent Karsten Scheele-Krogull.

An der Veerßer Straße war in der jüngsten Vergangenheit heftig „herumexperimentiert“ worden. Zunächst galt wie in den anderen Marktstraßen Tempo 30, dann hatte die Politik den Umbau zur Fußgängerzone beschlossen, dies aber nach heftigen Anliegerprotesten nach einigen Monaten wieder zurückgenommen. Seitdem gilt Tempo 10, außerdem müssen Fahrzeuge sich um Blumenkübel herumschlängeln, die auf der Fahrbahn stehen, so ein schnelleres Durchfahren weitgehend verhindern und den Fußgängern durch das geringere Tempo der Autos ein Überqueren der Straße erleichtern.

„Wir stellen uns ein einheitliches Erscheinungsbild vor mit ähnlicher Bepflanzung, Sitzmöglichkeiten am Rande und ebenfalls einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 km/h“, erklärt Scheele-Krogull. Nach der Bürgerversammlung am 26. Mai um 18.30 Uhr im Rathaus haben die politischen Gremien das letzte Wort.

Die Stadtverwaltung steht in den Startlöchern, um noch vor der Sommerpause einen Probelauf zu starten. „Im Juni könnten wir das zunächst provisorisch umsetzen“, sagt Scheele-Krogull. Der Bauhof hat dafür eigens 26 Blumenkübel in Uelzen und den Ortsteilen eingesammelt, die nun mit Holz verkleidet und als Provisorium auf Lüneburger Straße und Gudesstraße gestellt werden sollen. Gibt die Politik endgültig grünes Licht, sollen diese Behelfslösung durch eine endgültige ersetzt werden.

Von Thomas Mitzlaff

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