Ursprung in Rosche vermutet

Telekom sperrt Handynummer: Telefon-Spuk ist vorbei

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Die Handy-Nummer, von der die Geister-Anrufe ausgegangen sind, wurde ermittelt.

sh Rosche/Landkreis. Die Betroffenen im Kreis Uelzen, die seit fast zwei Wochen von Geister-Anrufen belästigt wurden (AZ berichtete), können aufatmen: Die Deutsche Telekom als Netzbetreiberin hat die Handynummer, von der die falschen Verbindungen ausgingen, am Mittwochnachmittag kurzerhand gesperrt. Das teilte gestern Telekom-Sprecher Peter Kespohl mit.

„Seitdem haben die Anrufe aufgehört“, bestätigt Karlheinz Apel erleichtert. Seine Uhlen-Apotheke in Rosche wurde am häufigsten mit Anrufen belästigt – bis zu 100 Mal am Tag. Jetzt sei endlich wieder Ruhe eingekehrt.

Nachdem die Telekom ermittelt hatte, dass alle Geister-Anrufe von der Mobilfunknummer eines ihrer Kunden ausgingen, schickte sie diesem eine neue Sim-Karte zu, um einen technischen Defekt ausschließen zu können. „Weil die Anrufe nicht aufgehört haben und die Belastung für die Betroffenen zu groß war, haben wir uns dazu entschlossen, den Anschluss zu sperren“, erklärt Kespohl. Die Telekom könne noch keine Aussage zum Umfang und zu einem möglichen Schaden machen, der durch die Anrufe entstanden sein könnte.

Die Spekulationen über die Ursache dauern ebenfalls noch an. Laut Kespohl wird derzeit untersucht, ob die Verbindungen durch Makeln entstanden sind, bei dem der Teilnehmer zwischen zwei Verbindungen hin- und herschalten kann.

Apel hat mittlerweile eine Vermutung, wo der Telekom-Kunde, von dessen Handy die Anrufe ausgingen, wohnt: „Ich vermute, dass jemand aus Rosche die Fäden spinnt.“ Zu diesem Schluss ist der Apo-theker durch aufmerksame Beobachtung gekommen. Das wollte die Telekom auf AZ-Nachfrage gestern nicht dementieren.

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