Schulabgänger der BBS I feierten in der Jabelmannhalle

Teamgeist beschworen

Die Zeit hat sie zusammengeschweißt: Die Abschlussschüler der BBS I nahmen jetzt in feierlichem Rahmen ihre Zeugnisse entgegen. Foto: Huchthausen

Uelzen. „In Sie wurden enorme Bildungsressourcen investiert. “ Mit diesen Worten eröffnete Schulleiter Stefan Nowatschin die festliche Entlassfeier der Schulabgänger 2012 der Berufsbildenden Schule (BBS) I in der Uelzener Jabelmannhalle.

Das Land Niedersachsen habe allein in diesem Jahr fünf Millionen Euro an reinen Personalkosten in die BBS investiert, im Durchschnitt koste jeder Schüler von der ersten bis zur 13. Klasse 7000 Euro, so Nowatschin.

Das große Ziel der Bildung sei aber nicht Wissen, sondern Handeln. In diesem Sinne seien auch die ehemaligen Schüler gefordert. Wie das funktionieren kann, zeigt die E-Mail des ehemaligen BBS-Schülers Dr. Daniel Barth, der es vom Hauptschulabschluss über das Fachgymnasium der BBS bis zum promovierten Politikwissenschaftler mit Abschlussnote 1,0 gebracht hat.

Die Schule verglich der passionierte Sportler Stefan Nowatschin mit dem Fußball: „Wir haben 153 junge Menschen zum Ziel gebracht, dafür braucht es ein eingespieltes Team.“ Neben dem Trainer (Schulleiter) seien da eben auch Co-Trainer (Abteilungsleiter), Mannschaftsführer (Klassenlehrer) sowie Führungsspieler (Schülervertreter) nötig.

Die Festrede hielt Frank Nierath, Lehrer an der BBS I, auf seine ihm eigene humoristische Art und Weise. Auf die Frage: „Gibt es heutzutage überhaupt noch Vorbilder, an denen sich die Schüler orientieren können?“ folgte sofort sein Lieblingssatz: „Das muss differenziert betrachtet werden.“ Die Antwort darauf fand sich jedoch nicht in der großen Politik oder der Wirtschaft, sondern in den sozialen Leistungen einiger Schüler, beispielsweise während der Studienfahrten nach London oder München. Nierath: „Dort fanden viele Schüler ihre persönlichen Erfolgserlebnisse und Vorbilder.“

Die Schülervertreter resümierten: „Leicht war es nicht, aber uns hat die Zeit zusammengeschweißt. Wir haben viel gelernt, sind aber auch als Team und in der sozialen Kompetenz gereift.“ Es folgte ein Dankeschön an alle Lehrer für deren Geduld und Durchhaltevermögen.

„Durchgehalten“ haben dann auch 153 Schulabgänger, von denen 116 die Fachhochschulreife und 37 ihr Abitur erlangten. Franz Stockinger erreichte in seiner Abiturprüfung einen hervorragenden Schnitt von 1,5.

Von Oliver Huchthausen

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