Amtsgericht in Uelzen entscheidet nach Geständnis auf eine Geldstrafe

Taxiunternehmer wegen Körperverletzung verurteilt

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kah Uelzen. Ein Uelzener Taxifahrer ist wegen Körperverletzung verurteilt worden. Er gestand bei einer Gerichtsverhandlung am gestrigen Freitag, einen Mann aus Uelzen geschlagen und getreten zu haben. Der Vorfall hatte sich im März 2012 zugetragen.

Nach dem Geständnis des Taxiunternehmers gab es gleich das Urteil im Amtsgericht Uelzen: Er wurde wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 20 Euro verurteilt.

Zeugen, wie der Geschädigte etwa, wurden nicht gehört, weil der Täter ein Geständnis abgelegt hatte. Der Anwalt des Geschädigten, Marco Wrede, stellte die Frage der echten Reue allerdings infrage. Und der Geschädigte berichtete gegenüber der AZ, der Taxiunternehmer habe sich nicht bei ihm persönlich entschuldigt. Dass er selbst nicht gehört wurde, ärgert den Mann: „Das kann’s nicht sein“, sagt er, denn er habe so nicht klarmachen können, welche Folgen die Schläge gegen sein Knie und seine Brust gehabt hätten. Er ist Fernfahrer und könne seit seiner Verletzung am Knie nicht arbeiten, außerdem sei er in psychiatrischer Behandlung. „Das ist nochmal ein Schlag ins Gesicht“, meinte er.

Allerdings werde die Frage der Genugtuung nun in einem anhängigen Zivilrechtsverfahren geklärt, so der Anwalt Wrede. Dort würden die Fragen der Folgen für den Geschädigten und ein mögliches Schmerzensgeld besprochen.

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