Verband fordert Erhöhung um mehr als 25 Prozent wegen des Mindestlohns

Taxipreise explodieren

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Wohin geht die Reise für Taxikunden und -unternehmen?

Uelzen/Landkreis. Wohin geht die Reise für Taxikunden und -unternehmen? Das soll sich Ende dieses Jahres entscheiden.

Denn der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) hat einen Antrag auf „Erhöhung der Beförderungsentgelte im Gelegenheitsverkehr mit Taxen“ im Landkreis Uelzen gestellt. Konkret fordert der Verband nach Angaben des Landkreises eine Tarifanhebung um etwa 25 Prozent beim Fahrpreis und 28 Prozent beim Grundpreis.

„Grund dafür ist der Mindestlohn, der ab 1. Januar 2015 gelten wird“, erklärt Stephan Ruppe, GVN-Geschäftsführer für den Bezirk Lüneburg-Wolfsburg. Hätten Taxifahrer bislang im niedersächsischen Durchschnitt zwischen 5,50 und 6,50 Euro verdient, erhalten die rund 200 000 angestellten Taxifahrer in Deutschland ab kommendem Jahr einheitlich 8,50 Euro pro Stunde. Es stünden schwere Zeiten für die Unternehmen – sechs sind es in Stadt und Kreis Uelzen – bevor, sagt Ruppe. Besonders, weil in diesem Gewerbe sehr hohe Personalkosten anfielen.

Voraussichtlich Mitte Dezember, teilt der Landkreis auf Anfrage mit, werde der Kreistag über den Antrag entscheiden. Dieser sieht eine Anhebung des Fahrpreises von derzeit 1,60 Euro pro Kilometer auf 2 Euro vor. Eine Taxifahrt in Uelzen startet dann nicht mehr bei einem Taxometerstand von 2,50 Euro, wie seit der letzten Anpassung 2011 vorgegeben, sondern bei 3,20 Euro. Die Wartezeit schlüge ebenfalls mit fünf Euro mehr pro Stunde zu Buche. Und die Zeit drängt: „Uns ist wichtig, dass die Erhöhung zum 1. Januar 2015 stattfindet“, stellt Ruppe klar.

Die Zahlen folgen dem Ergebnis einer Umfrage des GVN bei Taxiunternehmen im Landkreis. Demnach, so Ruppe, habe man sich mehrheitlich eine deutliche Erhöhung der Taxipreise gewünscht – und auch der Bezirks-Geschäftsführer ist sicher: „Das werden Entgelte sein, die man benötigt, um eine Chance zu haben.“

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