Kreis plant attraktiveren Nahverkehr

Taxen und Busse in neuem Takt

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Uelzen. Mit einem neuen Konzept will die Verkehrsgesellschaft Nordost-Niedersachsen (VNO) den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Landkreis Uelzen attraktiver machen.

Künftig soll es auf den Hauptrouten schnellere, direkte Verbindungen und regelmäßigen Taktverkehr geben, ergänzend wird für Nebenstrecken ein Bedarfsverkehr mit Rufbussen oder -taxen angeboten.

Auf der jüngsten Sitzung des „Kreisausschusses zur Förderung der Wirtschaft, der Landwirtschaft und des Verkehrs“ stellte die VNO ein erstes Grundgerüst vor, das auf einer Stärken- und Schwächenanalyse des derzeitigen ÖPNV basiert. So gebe es derzeit unregelmäßige Abfahrtszeiten und Linien mit zu großen Umwegen. „Die Fahrpläne sind sehr auf stark auf den Schülerverkehr ausgerichtet, entsprechend ausgedünnt ist das Angebot an schulfreien Tagen, in den Abendstunden sowie sonntags“, erklärt VNO-Geschäftsführer Dietmar Opalka.

Zu Hauptverkehrszeiten soll künftig auf den Hauptlinien ein Ein- bis Zwei-Stunden-Takt gelten. Die Busse sollen besser an den Zugverkehr angebunden werden. In den Abendstunden sowie an Wochenenden sollen so genannte „bedarfsorientierte Verkehre“ für ein Angebot ebenfalls im Zwei-Stunden-Takt sorgen – auch zwischen den Dörfern. Fahrgäste müssen sich dann per Telefon mindestens eine Stunde vorher anmelden und würden dann mit Kleinbussen oder Taxiunternehmen befördert – zu festen Tarifen.

Die Preisdifferenz müsste dann zum einen der Landkreis zahlen, „zum anderen erhoffen wir uns frei werdende Mittel durch die Einsparung schwach ausgelasteter Fahrten“, erläutert Frank Wiesner, der bei der VNO für den Landkreis Uelzen zuständig ist. Einfließen in das neue Konzept könnten auch die Mittel, die bislang für den Entdeckerbus zur Verfügung standen – so würde auch eine Vernetzung zwischen den Samtgemeinden, etwa im südlichen Landkreis, sichergestellt. „Durch örtliches Engagement durch Kommunen könnte das Angebot auch lokal verbessert werden“, so Wiesner.

Jetzt wird die Politik die neuen Linien-Pläne diskutieren – und Änderungswünsche ausarbeiten, die der VNO dann zur Berücksichtigung vorgelegt werden sollen.

Von Thomas Mitzlaff

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