Tausende müssen Antrag stellen

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Rund 2500 Schüler, die eine Schule im Uelzener Stadtgebiet besuchen, haben eine kostenlose Fahrkarte – wie viele sie tatsächlich nutzen, soll jetzt ermittelt werden.

Uelzen. Die Stadt Uelzen will die Ausgabepraxis für Fahrkarten an Schüler grundlegend verändern: Tickets sollen nicht mehr automatisch nach Klassenlisten, sondern nur noch auf Antrag ausgeteilt werden. „Wir möchten so ermitteln, ob wirklich alle Schüler diese Karten benötigen“, sagt Stadtsprecherin Ute Krüger.

Derzeit werden rund 2500 Jahreskarten ausgegeben – ein gewaltiger Kostenfaktor für den Landkreis. Dieser muss die Beförderung zahlen, während die Stadt für die Abwicklung der Schülerbeförderung zu den Uelzener Schulen und damit auch für die Fahrkartenausgabe zuständig ist. Einen gesetzlichen Anspruch auf eine Beförderung und damit auf eine Fahrkarte haben alle Kinder, die einen Schulkindergarten besuchen oder an Sprachfördermaßnahmen teilnehmen. Ebenso die Schüler der ersten bis zehnten Jahrgänge der allgemein bildenden Schulen sowie der erste Jahrgang der Berufseinstiegsklassen an den Berufsbildenden Schulen. Voraussetzung ist, dass der Weg zur Schule bei Grundschulkindern mindestens zwei Kilometer weit ist, ab der fünften Klasse liegt diese Mindestentfernung bei vier Kilometern. Der Antrag auf eine Schülerfahrkarte kann ab sofort im Sekretariat der Schule eingereicht werden, die im neuen Schuljahr besucht werden soll. Er sollte spätestens drei Wochen vor den Sommerferien dort vorliegen. Die Vordrucke sind in allen Schulsekretariaten der Stadt erhältlich, im Internet unter uelzen.de abrufbar oder per E-Mail über schulen@stadt.uelzen.de anzufordern. Von Thomas Mitzlaff

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