Punkrock-Party bis in die Nacht / Erste Pläne fürs Uelzen Open Air 2014

Tausende feiern „Die Ärzte“

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Fans aus ganz Norddeutschland in Uelzen: Rund 20 000 Menschen haben auf dem Albrecht-Thaer-Gelände das „Ärztival“ erlebt, das von der AZ mitpräsentiert wurde. Es war der vierte Auftritt der Punkrocker aus Berlin.

Uelzen. Uelzen ist „fast eine zweite Heimat“ für „Die Ärzte“ geworden: Zum vierten Mal sind die Musiker der Punkrock-Gruppe, Farin Urlaub, Bela B. und Rodrigo González, in der Uhlenköperstadt aufgetreten.

Mit dem Publikum beim Konzert am Sonnabend vor rund 20 000 Menschen in der Uelzener Almased-Arena waren sie zufrieden, berichtet Ulrich Gustävel, Mitveranstalter des sogenannten „Ärztivals“.

„,Die Ärzte’ sind nach dem Konzert noch lange Zeit geblieben“, erzählt er aus dem Backstage-Bereich. Anschließend seien sie abgereist, da gestern der nächste Auftritt für sie anstand – beim Highfield Festival in Großpösna. Für Gustävels Team begann direkt nach dem Auftritt das Aufräumen, gestern wurde die Bühne abgebaut.

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Die Polizei hatte sich auf viel Publikum von außerhalb und vor allem andere Fans als bei vorangegangenen Open-Air-Festivals eingestellt: „Die Klientel ist bisschen ruppiger, und es wird mehr Alkohol getrunken“, weiß Ralf Munstermann, Leiter des Streifendienstes. Daraus ergaben sich aber für die 41 Polizeibeamten kaum Vorfälle. Die rund 90 DRK-Mitarbeiter und zwei Notärzte hingegen hatten zwischenzeitlich viel zu tun: Besonders beim Auftritt von „Kraftklub“ prallten Feiernde aneinander, die anschließend zum Nähen von Platzwunden ins Krankenhaus gebracht wurden, schildert Andreas Schulze, DRK-Kreisbereitschaftsleiter. Über den Tag verteilt zählte das DRK 61 Behandlungen, größtenteils Alkoholisierte und Personen, die zu wenig Flüssigkeit zu sich genommen hatten.

Bis nach Mitternacht regelte die Polizei den Verkehr – zwischenzeitlich staute es sich auf der Nordallee, und die B 4 wurde für kurze Zeit gesperrt, so Munstermann, da die meisten Autofahrer die Parkplätze am Albrecht-Thaer-Gelände und in der Innenstadt Richtung Lüneburg verließen. Die Wegweisung für Autofahrer und Fußgänger durch die Stadt habe bis auf kurze Verkehrsbehinderungen gut funktioniert. „Diese Konzertgröße ist für Uelzen zu schaffen“, zieht Munstermann Bilanz.

Gustävel steckt wieder in den Planungen fürs nächste Open Air: „Wir arbeiten schon seit einigen Wochen an 2014“, erklärt er. Mittlerweile habe er eine „gewisse Kontinuität“ bewiesen. „Je mehr du bietest, desto größer sind die Möglichkeiten, interessante Sache zu bekommen.“ Über die Künstler für 2014 werde noch verhandelt. Eine der Ideen: Zwei Veranstaltungen an einem Wochenende, von denen sich ein Konzert an ein jüngeres Publikum wendet und das zweite an Ältere, für die der Zuschauerraum zum Teil bestuhlt werden könnte, verrät Gustävel.

Von Diane Baatani

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