Anklage: Nach Oralverkehr verlangt 42-jähriger Uelzener sein Geld zurück

Tatort Toilettenkabine

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Wegen versuchten Raubs muss sich ein 42-Jähriger vor dem Landgericht verantworten.

Uelzen. Eine delikate Angelegenheit wird bei einem Prozess am Landgericht Lüneburg aufgerollt: Ein 42-jähriger Mann soll mit einer Frau in Uelzen Oralverkehr gegen Geld in einer mobilen Toilettenkabine vereinbart haben.

Nach Angaben des Landgerichts hatten die beiden miteinander ausgehandelt, dass die Frau anschließend 20 Euro für diesen Dienst erhält. Doch: Nach dem gemeinsamen Erlebnis habe der 42-Jährige versucht, sich das Geld wieder zurückzuholen. Die beiden würden sich aus einer Uelzener Beratungsstelle kennen, die sie regelmäßig aufgesucht hätten.

Insgesamt werden dem Mann neun verschiedene Taten vorgeworfen, die er zwischen Juli 2013 und Anfang 2014 begangen haben soll. Neben dem versuchten Raub nach dem Stelldichein in der Toilettenkabine soll er außerdem eine Nachbarin regelmäßig mit obszönen Bemerkungen und Beschimpfungen beleidigt haben. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hat ihn nun wegen versuchten Raubes angeklagt.

Für die Verhandlung sind schon fünf Termine angesetzt, Auftakt ist am Montag, 6. Oktober. Eventuell soll auch geprüft werden, ob der 42-Jährige in eine Psychiatrie eingewiesen werden muss, berichtet Volker König, Pressesprecher des Landgerichts Lüneburg. Dem Gericht sei bekannt, dass der Mann langfristig psychische Probleme habe.

Von Diane Baatani

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