Mit Fantasie und Leidenschaft

Tanzstudio Graaf präsentierte „Alice im Wunderland“ im wiedereröffneten Theater an der Ilmenau

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Alice und der weiße Hase waren natürlich auch mit von der Partie.

Uelzen. Alice im Wunderland gilt als eines der herausragenden Werke des sogenannten „literarischen Nonsens“ und zählt zu den Klassikern der Weltliteratur, die jeder gelesen haben sollte.

Eine herrlich skurrile Handlung und zahlreiche schräge Figuren bildeten dann auch die perfekte Basis für eine tänzerische und musikalische Umsetzung durch die Schüler des Ballett & Gymnastikstudios Karin Graaf. Für das Theater an der Ilmenau waren die beiden Vorstellungen am vergangenen Samstag- und Sonntagnachmittag gleich in doppelter Hinsicht fantastisch: Die ersten Aufführungen des wieder eröffneten Theaters nach einer ungewissen Phase der Schließung vor ausverkauftem Haus einerseits und dazu eine visuelle und akustische Darbietung der Extraklasse.

Es ist ein schwer zu beschreibendes Gefühl, aber irgendwie waren an diesen beiden Nachmittag alle Beteiligten, egal ob Zuschauer oder Darsteller eine einzige große Familie, es herrschte insgesamt eine spürbar wohltuende Atmosphäre. Was natürlich auch daran lag, dass viele Eltern gespannt auf den Auftritt der eigenen Kinder auf der Bühne warteten: Insgesamt 300 Tänzer und Tänzerinnen im Alter von drei bis 50 Jahren zeigten bei der rund dreistündigen Revue ihr Können in zahlreichen, von den Trainerinnen des Tanzstudios Graaf phantasievoll ausgearbeiteten Choreographien. Unterstützt wurden sie dabei auch durch Tänzerinnen und Tänzer des Ballettstudios Beate Schüßler-Preuß aus Hamburg, die als Gäste angereist waren. Karin Graaf, die das Gesamtkonzept zusammen mit ihrer Tochter Michaela Frauenlob erstellt hatte, eröffnete die erste Vorstellung am Samstag mit den Worten: „Es ist so toll, wir haben unser Theater wieder“.

Die Ungewissheit um das Theater war in den vergangenen Wochen natürlich immer präsent und „es hängt ja auch viel daran“, wie sie selber sagt: „Das war schon ein auf und ab der Gefühle: Seit Januar haben wir mindestens einmal die Woche trainiert und die Kosten waren auch nicht unerheblich. Die Technik muss bezahlt werden und alleine die Kostüme schlugen mit 5.000 Euro zu Buche“. Ein Aufwand, der sich aber sichtlich gelohnt hatte, denn die einzelnen Auftritte überzeugten durch ihre liebevolle Ausarbeitung, wozu auch das Bühnenbild seinen Teil beitrug. Besonders die ganz Kleinen, unter anderem als Schwäne oder Raupen und Gemüse kostümiert, ernteten donnernden Applaus. Viele Figuren des Originals, wie die Hutmacher oder die Herzdamen fanden sich wieder, aber einige Choreographien wurden auch der heutigen Zeit angepasst: So überzeugten beispielsweise die Schüler bei Harry Potter oder die Räuber mit HipHop und Street-dance.

Tanzshow "Alice im Wunderland" im Theater an der Ilmenau 

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