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Niedlicher Nachwuchs! Uelzens Wildgatter ist tierische Kinderstube

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Von: Norman Reuter

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Auf Tour: Eines der Ziegen-Lämmer.
Auf Tour: Eines der Ziegen-Lämmer. © Privat

Zu Beginn des Jahres ist es bei den Wildschweinen und Ziegen im Uelzener Wildgatter am Stadtwald zu ersten Geburten gekommen.

Uelzen – Ob es ihnen zu nass oder aber doch alles noch zu fremd ist: Die Frischlinge trauen sich nur kurz aus dem Unterstand heraus. „Sie sind noch sehr nestbezogen“, berichtet Stadtförster Thomas Göllner.

Maximal zwei Wochen ist der Nachwuchs im Wildschwein-Gehege in Uelzens Wildgatter nun alt. Mit ihren Streifen auf den Rücken, den kurzen Beinen und ihren braunen Augen sind die Frischlinge niedlich anzuschauen. Mindestens fünf sind es, die zu Beginn des Jahres das Licht der Welt erblickten. Weitere werden die kommenden Wochen folgen, weiß Göllner. Von zwei weiteren Bachen werde noch Nachwuchs erwartet.

Das Wildschwein-Gehege wird damit eine richtige Kinderstube. Mit Blick auf die zu erwartenden Frischlinge war der Bestand ab Herbst auch verringert worden. Tiere wurden gekeult und auch „lebendig verkauft“, so Göllner. Das sei nötig, um den Kleinen eine Chance zu geben. „Wir wissen: Die Halbstarken gehen mit den Frischlingen ein bisschen grob um.“

Nicht nur bei den Wildschweinen ist Nachwuchs zu bestaunen. Bei den Ziegen sind sieben Zicklein zu zählen. „Das erste erblickte am 2. Januar das Licht der Welt“, schildert Thomas Göllner. Häufig seien Zwillingsgeburten, erklärt er. In einem Fall sei es nicht gelungen, das eine der Lämmer durchzubringen.

So flauschig: Der Nachwuchs bei den Ziegen.
So flauschig! Der Nachwuchs bei den Ziegen. © Reuter

In den Monaten März und April wird bei den Mufflons Nachwuchs erwartet. Sie werden inzwischen in einem reinen Mufflon-Gehege sowie zusammen mit dem Damwild gehalten. Das hat Gründe: Im Uelzener Wildgehege ist noch eine alte Linie der Tiere zu finden. Dieser Urcharakter solle erhalten bleiben, daher werde dieser separat gehalten. Die weiteren Exemplare teilen sich ein Areal mit dem Damwild. Das funktioniert, wie Göllner sagt.

Wobei sich das Muffelwild, wenngleich in der Unterzahl, selbstbewusst präsentiert. „Wenn Besucher mit Futter kommen, dann kommen alle an den Zaun“, so Göllner. Die Wohngemeinschaft soll so auch weiter bestehen bleiben. Beim Dammwild wie dann auch beim Rotwildgehege wird im späteren Frühjahr, Mai und Juni, mit Nachwuchs gerechnet.

Wenngleich nicht durch Geburten, so sind auch nun in der Fasanenvoiliere mehr Tiere zu zählen. „Wir hatten eine Spende“, sagt Thomas Göllner. So leben jetzt nicht nur sogenannte Jagdfasane in der Voiliere, die erst im letzten Jahr neu besetzt wurde, sondern auch ein Goldfasan. „Es ist ein männliches Exemplar. Die Natur hat es so eingerichtet, dass sie die Schöneren sind.“ Er fällt durch sein hell leuchtendes Gefieder auf.

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