Suderburgs grüner Bürgermeister Hoff: Nicht nur ein Ortsteil Uelzens

Hochschule als Zankapfel

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Suderburg/Uelzen. Hans-Hermann Hoff in Rage: „Sollte sich im Uelzener Stadtrat ernsthaft die Absicht des UWG-Mitgliedes Joachim Delekat widerspiegeln, bei einer Fusion zwischen der Samtgemeinde Suderburg und der Stadt Uelzen die Ostfalia-Hochschule nach Uelzen zu verlegen, wären mögliche Kooperationsgespräche schon zuende, bevor sie überhaupt begonnen haben.“

So machte sich Suderburgs grüner Bürgermeister gestern im Gespräch mit der AZ Luft.

Zur Erinnerung: Joachim Delekat von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) im Stadtrat Uelzen und Mitglied der Mehrheitsgruppe aus CDU/Grüne/WFG, hatte in der AZ-Sonnabendausgabe im Zuge einer Fusion einen Hochschulneubau am Albrecht-Thaer-Gelände in Uelzen vorgeschlagen. Nach Hoffs Auffassung sei der traditionelle Standort der Hochschule in Suderburg „ein absolutes Tabu bei jeglichen Verhandlungen“.

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Kommentar

Die Drohgebärde des Herrn Schulz...

Es war genau 18.45 Uhr am vergangenen Donnerstagabend, als Suderburgs Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz in seinen E-Mail-Programm auf „Senden drückte. Per elektronischer Nachricht und mit extra gefetteten Buchstaben warnte Schulz die Ratsmitglieder in der Samtgemeinde Suderburg im Zusammenhang mit der Fusionsdiskussion vor Statements gegenüber der AZ. „Populistische Äußerungen kommen vielleicht bei dem einen oder anderen gut an – insgesamt schaden sie uns aber enorm!“, heißt es in der E-Mail, die der AZ vorliegt. Die E-Mail endet mit einer Drohgebärde des Samtgemeindebürgermeisters in Richtung der Mandatsträger: „Eine Weiterleitung dieser E-Mail an die Presse gestatte ich nicht!“ Pech gehabt, Herr Schulz – frei gewählte demokratische Vertreter des Volkes lassen sich nicht einschüchtern und bringen Missstände an die Öffentlichkeit . Die Zeiten, in denen Andersdenkende mundtot gemacht werden, gehören auch in der Samtgemeinde Suderburg endgültig der Vergangenheit an. Wer das nicht begreift, ist in einer demokratischen Grundordnung komplett überflüssig.

Von Andreas Becker

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