Call-Center der Telekom fordert erneut Gehaltsverhandlungen

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Bei der Telekom wird bundesweit gestreikt. In Uelzen waren gestern rund 45 Mitarbeiter an der Aktion beteiligt. Foto: dpa

dib Uelzen. Rund 45 Mitarbeiter des Uelzener Standortes der Deutschen Telekom haben sich gestern an den Streiks beteiligt. Rund vier Stunden legten die Beschäftigten ihre Arbeit nieder.

An den Standorten Lüneburg und Celle im selben Bezirk der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) nahmen etwa jeweils 20 Personen an dem Streik teil.

Rund 6,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und eine tabellenwirksame Mindestanhebung zur Stärkung der unteren Einkommensgruppen fordern die Angestellten der Telekom. Im vergangenen Jahr hatten sie Forderungen in selber Höhe ausgesprochen. Geeinigt hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaftsvertreter schließlich auf eine Erhöhung von etwa drei Prozent geeinigt.

Für das Call-Center, die Vivento Customer Services (VCS), in Uelzen gilt im Rahmen des diesjährigen Streiks eine Besonderheit: Dort hat es nach Angaben des Streikleiters von Verdi, Uwe Kantelberg, seit 2004 keine Entgeld-Erhöhung gegeben. Im vergangenen Jahr sei der Arbeitgeber deshalb mehrmals angeschrieben worden, er verweigere jedoch grundsätzlich Gehaltsverhandlungen.

Erst im vergangenen November hatten rund 120 Mitarbeiter der VCS in Uelzen gegen eine Schließung des hiesigen Standortes demonstriert. Sie wandten sich gegen einen Umzug nach Hannover und forderten auch zu dem Zeitpunkt schon die Arbeitgeber auf, mit ihnen in Tarifverhandlungen einzutreten. Der Uelzener Standort ist bis Ende 2012 gesichert.

Unterdessen hat Verdi eine Fortsetzung der Warnstreiks bei der Telekom im Rahmen der laufenden Tarifrunde angekündigt. „Solange das Unternehmen nicht Vernunft annimmt und ein akzeptables Tarifangebot vorlegt, werden Arbeitsniederlegungen unvermeidlich sein und erforderlichenfalls auch ausgeweitet werden“, sagte Verdi-Streikleiter Hugo Waschkeit. „Die Streikbereitschaft bei den Beschäftigten ist hoch.“ Heute werden bundesweit voraussichtlich erneut rund 6000 Telekom-Beschäftigte ihre Arbeit niederlegen.

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