198 Flüchtlinge warten im Landkreis auf ihre Aufenthaltsgenehmigung

Suche nach Asyl in Uelzen

+
Durch den Bürgerkrieg in Syrien hat Deutschland ankündigt, 5000 Flüchtlinge aus der Region aufzunehmen. Die Asylbewerber werden auf das gesamte Bundesgebiet verteilt.

Uelzen. Durch den Bürgerkrieg in Syrien hat Deutschland ankündigt, 5000 Flüchtlinge aus der Region aufzunehmen. Die Asylbewerber werden auf das gesamte Bundesgebiet verteilt.

Wegen der Unruhen dort und der politischen Lage in anderen Ländern hat auch der Landkreis Uelzen schon jetzt weitaus mehr Zuwanderer aufgenommen als im Jahr 2012. Derzeit leben in Asylantenheimen und in privaten Wohnungen im Landkreis Uelzen 198 Asylbewerber unter anderem aus Syrien, der Russischen Föderation, Afghanistan und Georgien, berichtet Norbert Pern, Teamleiter im Sozialamt des Landkreises Uelzen. 80 Personen von ihnen sind in diesem Jahr im Landkreis angekommen, damit ist die vorgegebene Quote von Neuaufnahmen zu 50 Prozent erfüllt. Bis Oktober 2013 rechnet der Kreis damit, bis zu 80 weiteren Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf zu bieten.

Auf einen Aufruf, Wohnungen an den Landkreis für Asylbewerber zu vermieten, hatten sich neben der Gesellschaft für Wohnungsbau des Kreises Uelzen (gwk) 44 private Eigentümer gemeldet. „Wir waren angenehm überrascht, wie viele sich gemeldet haben“, sagt Werner Marienfeld, Leiter des Sozialamtes. Somit habe der Landkreis darauf verzichtet, das Angebot größerer Einrichtungen anzunehmen, in denen mehrere Zugewanderte wohnen könnten und das Risiko einer Ghetto-Bildung bestanden hätte. Stattdessen würden Neuankömmlinge in den vorhandenen Asylantenheimen des Kreises und der Gemeinden und in bislang fünf privaten Wohnungen, verteilt auf den gesamten Kreis, untergebracht und so eine Isolation von der übrigen Bevölkerung vermieden. „Durch die Vorgehensweise haben wir das riesige Glück, dass wir keine Brennpunkte geschaffen haben“, erklärt Marienfeld. Dennoch sei nicht absehbar, ob der Kreis sich nicht doch noch einmal mit einem Aufruf zu privatem Wohnraum an die Öffentlichkeit wenden müsse, betont er.

Die Ausgaben des Kreises für den Bereich betragen nach den ersten sieben Monaten dieses Jahres 786 163 Euro und liegen damit über dem Betrag des gesamten vergangenen Jahres, sagt Norbert Pern. Vom Land erhalte der Kreis dafür rund 586 694 Euro. 2012 verzeichnete der Kreis Kosten von rund 762 000 Euro, erstattet wurden etwa 530 800 Euro. Seite 2

Von Diane Baatani

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare