+++Update, 20.15 Uhr +++ Bahnstrecke Uelzen - Lüneburg bis morgen gesperrt

Gewitterfront über der Region: Zwei Menschen sterben in ihren Autos

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In diesem Mercedes-Van wurde ein 50 Jahre alter Autofahrer aus dem Landkreis Uelzen von einem umstürzenden Baum erschlagen.

ds Uelzen / Altmark / Isenhagener Land. Eine Sturmfront zieht über die Region und hat für Chaos gesorgt. Der Zugverkehr ist eingeschränkt. Umgestürzte Bäume, Sturmböen und dicke Hagelkörner melden unsere Leser. Es gab zwei Todesopfer und mehrere Verletzte.

+++AKTUALISIEREN+++

+++Update, 20.15 Uhr+++

In einigen Gebieten gibt es bis zum jetzigen Stand weiter Arbeiten an der Stromversorgung. Zahlreiche Strommasten waren bei dem Unwetter umgefallen. Avacon-Kommunalreferent Andreas Forke informiert auch via Twitter, dass es insbesondere im Bereich Gardelegen noch viel zu tun gibt. 

Unterdessen hat die Deutsche Bahn am Uelzener Bahnhof einen Übernachtungszug für gestrandete Reisende - viele wollten zum "Hurricane"-Festival nach Scheeßel - aufgestellt.

+++Update, 18.25 Uhr+++

ds Altmark. Auch in der Altmark fasst die Polizei die Unwetterlage vom Mittag noch einmal zusammen. Vor allem auf den Bundesstraßen B188, B71 und B190 sorgten demnach umgestürzte Bäume für Gefahrenstellen und Verkehrsbehinderungen. 

Betroffen war unter anderem die B 188 zwischen Gardelegen und Solpke. Dort fielen vier Bäume auf die Straße. Ein Baum lag komplett über die gesamte Fahrbahn. Die anderen drei Bäume blockierten jeweils eine Fahrbahn. Durch Aktive der Feuerwehren aus Gardelegen und Solpke wurden die Bäume von der Straße geräumt. Die Polizei übernahm die Absperrung und Regulierung des Verkehrs bis zum Ende der Arbeiten. 

Weitere Bäume waren auf der B 188 zwischen Taterberg und Miesterhorst auf die Fahrbahn gefallen und wurden auch dort entfernt. Auf der B 71 war der Bereich zwischen Gardelegen und Born durch umstürzende bzw. herabstürzende Bäume und starke Ästen betroffen. Auch im Bereich Brietz / Chüttlitz musste die Fahrbahn geräumt werden. Auf der B 190 kam die Feuerwehr bei Pretzier zum Einsatz.

+++Update, 18.15 Uhr+++

nre Uelzen / Bienenbüttel. Nicht nur in Bienenbüttel, auch in Uelzen sind hunderte Zugreisende gestrandet. Nach dem Unwetter heute Mittag sind Strecken wegen Schäden gesperrt worden (siehe Update 17.30 Uhr). Das DRK und auch Einsatzkräfte der Feuerwehr versorgen die Menschen an den Bahnhöfen. Viele der Zugreisenden in Uelzen wollten zum Hurricane-Musikfestival in Scheeßel reisen.

+++Update, 17.55 Uhr+++

nre Uelzen. Für die kommenden Stunden ist ein weiteres Gewitter angekündigt; das Lagezentrum des Landkreises Uelzen bittet die Menschen darum, größte Vorsicht walten zu lassen. Viele Bäume seien durch das erste Unwetter angeknackst, es sei zu befürchten, dass sie bei erneut aufkommendem Wind kippen, sagt Kreissprecher Martin Theine.

Hier gibt es die aktuellen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). 

Gewitterfront über dem Kreis Uelzen, der Altmark und dem Isenhagener Land

+++Update, 17.40 Uhr+++

Wir haben genauere Informationen zum tödlichen Unfall im Landkreis Gifhorn bei Alt-Isenhagen. Hier der Bericht unseres IK-Kollegen:

pg Alt-Isenhagen. Bei einem Verkehrsunfall während des Unwetters ist eine 83-Jährige aus der Gemeinde Dedelstorf tödlich verletzt worden. Sie war gegen 13.15 Uhr aus Richtung Alt-Isenhagen auf der B 244 in Richtung Hankensbüttel unterwegs. 

Auf der B244 bei Alt-Isenhagen verstarb eine Frau bei einem Unfall während des Gewitters.

Laut Angaben der Polizei wurde durch die Sturmböen ein Baum von der rechten Straßenseite auf die Fahrbahn gedrückt. Die Fahrerin fuhr mit ihrem roten Ford Fiesta genau in diesem Moment vorbei und mit ihrem Wagen unter dem Baum hindurch. Die Dachpartie des Fahrzeugs wurde eingedrückt und die Fahrerin eingeklemmt. Der Wagen erlitt Totalschaden. Die Wehren aus Hankensbüttel, Steinhorst und Lingwedel waren im Einsatz. Sie mussten auch zwei weitere von Blitzeinschlägen gefällte Bäume von der Bundesstraße räumen, berichtete Einsatzleiter Tobias Hafering - auch um die Zufahrt für die Rettungskräfte zu schaffen. "Wir hatten unendlich viel zu tun. Es war ein sehr schwerer Einsatz." Der Starkregen sei ein zusätzliches Erschwernis für die Einsatzkräfte gewesen. 

Auch innerorts in Alt-Isenhagen wütete das Unwetter. So wurde etwa ein Dach abgedeckt. Außerhalb des Ortes riss ein umgestürzter Baum einen Teil der Stromleitung um.

+++Update, 17.30 Uhr+++

Der Metronom teilt unterdessen mit, dass einige Bahnstrecken bis Betriebsschluss, also mindestens bis morgen früh, komplett gesperrt bleiben. Betroffen sind:

- RE 3 + RB 31 Uelzen – Lüneburg (beide Richtungen)
- RE 4 + RB 41 Hamburg – Buchholz-Scheeßel (beide Richtungen)
- RE 5 Hamburg – Cuxhaven (beide Richtungen) 

Nach wie vor seien dort keine Busse für einen Ersatzverkehr zu bekommen. Eingeschränkt fahren können die Züge: 

- RB31 Lüneburg – Hamburg
- RB41 Bremen – Scheeßel

+++Update, 16.30 Uhr+++

Weitere Infos zu den Schäden und Auswirkungen der Gewitterfront in Niedersachsen und zu einem möglichen Tornado bei Hamburg-Harburg gibt es hier.

+++Update, 16 Uhr+++

Alt-Isenhagen. Bei einem Verkehrsunfall während des Unwetters heute Mittag ist außerdem eine Frau im Landkreis Gifhorn tödlich verletzt worden. Sie war gegen 13.30 Uhr aus Richtung Alt-Isenhagen auf der B 244 unterwegs und wurde bei dem Unfall in ihrem Auto eingeklemmt. Die Wehren aus Hankensbüttel, Steinhorst und Lingwedel waren im Einsatz. Sie mussten auch von Blitzeinschlägen gefällte Bäume von der Bundesstraße räumen, berichtete Einsatzleiter Tobias Hafering.

+++Update, 15.45 Uhr+++

Uelzen. "Mit schlimmen Folgen zog das heutige Unwetter auch durch den Landkreis Uelzen", berichtet nun auch die Polizei in einer ersten Zusammenfassung des Sturmmittags. 

In Holdenstedt verstarb ein 50 Jahre alter Mann in seinem Auto durch einen umgestürzten Baum. Der Mann aus dem Landkreis Uelzen hatte gegen 12.45 Uhr zusammen mit seiner Frau in seinem Mercedes Vito auf dem Parkplatz eines Hundeplatzes, Holdenstedter Straße, das Unwetter abgewartet. Durch mehrere starke Windböen knickten diverse Bäume um. Eine gut 60 Zentimeter dicke Eiche stürzte dabei auf den Wagen des Ehepaares. Die Frau erlitt dadurch leichte Verletzungen. Ihr Mann verstarb noch im Fahrzeug und konnte nur tot aus dem Wrack geborgen werden.

Parallel stürzten weitere Bäume auch auf die Holdenstedter Straße (ehem. Bundesstraße 4). Dabei stürzte ein Baum auf einen fahrenden Kleinwagen. Der Fahrer blieb unverletzt. Darüber wurde eine Radfahrerin von dem selben Baum getroffen. Die Frau wurde schwerverletzt ins Klinikum nach Uelzen gebracht. Es besteht jedoch keine Lebensgefahr.

+++Update, 15.25 Uhr+++

Die Unwetter beeinträchtigen weiter den Zugverkehr in Norddeutschland. Auch die Deutsche Bahn teilt mit, dass einige Strecken durch umgestürzte Bäume nicht befahrbar sind.

"Nach schweren Unwettern in Norddeutschland ist der Zugverkehr auf den Fernverkehrsstrecken Hamburg – Hannover und Hamburg – Bremen derzeit unterbrochen. Grund ist, auf den genannten Streckenabschnitten gibt es an mehreren Stellen umgestürzte und entwurzelte Bäume in den Gleisen. Dadurch wurde an einigen Stellen auch die Oberleitung beschädigt.", heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Reisende werden gebeten, sich vor Antritt der Fahrt über die aktuelle Lage auf www.bahn.de zu informieren.

+++Update, 15 Uhr+++

Folgende Aufnahme entstand bei Klein Schwechten im Landkreis Stendal. Leser Lars Falke fotografierte die aufziehende Gewitterzelle.

Dieses imposante Bild der aufziehenden Gewitterfront gelang Leser Lars Falke bei Klein Schwechten.

Derzeit gibt es noch in vielen Orten Stromausfälle. Zum Stand der Arbeiten an den Leitungen empfiehlt sich ein Blick auf die Störungskarte des Netzbetreibers Avacon.

+++Update, 14.20 Uhr+++

Kreis Uelzen. Wie ein Polizeisprecher soeben bestätigte kam bei Holdenstedt ein Autofahrer ums Leben. Die Rettungskräfte konnten nichts mehr für den Mann tun. Das Auto war unter einem Baum begraben worden. Eine weitere Insassin des Wagens erlitt dort leichte Verletzungen.

Desweiteren warnt die Polizei, dass unter anderem im Bereich Ebstorf zahlreiche Stromleitungen beschädigt sind.

Altmark. Aus Hassel bei Stendal wird ein Stromausfall gemeldet. Die Störungskarte des Netzbetreibers Avacon gibt es hier.

+++Update, 14 Uhr+++

ola Wittingen. Kaum zieht das Unwetter auch über das Isenhagener Land gibt es ebenfalls erste Zwischenfälle. Auf der Kreisstraße 29 bei Transvaal ist durch den Sturm ein Baum umgekippt und versperrt die Straße. Fatal: Wie die Feuerwehr mitteilt sind die Einsatzkräfte dabei, den Baum aus dem Weg zu räum um an einen Autofahrer zu kommen, der einen Unfall hatte. Näheres ist noch nicht bekannt. Im Nordkreis sind laut Feuerwehr sehr viele Bäume umgefallen, es ist zum Teil zu erheblichen Stromausfällen gekommen. Nahezu alle Feuerwehren aus dem Nordkreis sind im Einsatz.

+++Update, 13.40 Uhr+++

Bei Holdenstedt stürzten Bäume auf fahrende Autos. Zwei Fahrer wurden nach ersten Infos schwer verletzt.

ds Uelzen / Altmark. Zwischen Uelzen und Holdenstedt stürzten Bäume auf zwei Autos. Die Fahrer wurden dabei schwer verletzt. Mindestens einer musste nach ersten uns vorliegenden Informationen von der Feuerwehr befreit werden.

Ein umgestürzter Baum in Salzwedel.

In Salzwedel sind im Stadtgebiet mindesten sieben Bäume umgestürzt. Unter anderem in der Goethestraße und am Südbockhorn. In Pretzier kippte zudem ein Lkw um. Ob es Verletzte gab ist noch unklar. Ein in Wallstawe umgekippter Baum wurde bereits beseitigt. 

Diese Aufnahme des aufziehendes Gewitter gelang unserer Leserin Kerstin Knopke bei Soltendieck.

+++Erstmeldung+++

So heißt es in einer Pressemitteilung der Metronom:

"Durch das starke Unwetter und dadurch umgestürzte Bäume sind folgende Strecken zur Zeit kaum oder nur mit großen Einschränkungen zu befahren: 

- RE 3 / RB 31 Uelzen – Lüneburg – Hamburg
- RE 4 / RB 41 Bremen – Rotenburg – Hamburg
- RE 5 Cuxhaven – Stade – Hamburg 

Die Züge können teilweise gar nicht mehr oder nur mit großer Verspätung fahren. Weitere Informationen liegen noch nicht vor – wir informieren, sobald weitere Details bekannt sind."

Die Homepage des Metronom.

Was weiter bekannt ist

Dicke Hagelkörner kamen herunter - diese hob Bjarne Bornemann in Ebstorf auf.

Die Gewitterfront brachte starke Sturmböen und dicke Hagelkörner mit sich.


...wir berichten weiter...

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