Erixx fährt auf der Strecke Uelzen-Braunschweig / OHE-Betriebswerk erweitert

Stundentakt im Blick

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„Ausschreibungsgewinner sind vor allem die Fahrgäste, sie reisen künftig in fabrikneuen Zügen“, sagte Verkehrsminister Olaf Lies (rechts) bei der Eröffnung der Erixx-Bahnstrecken. Das Bahnunternehmen verkehrt jetzt auch auf der Route Uelzen-Braunschweig.

Braunschweig/Uelzen. Das Eisenbahnunternehmen Erixx ist mit Zügen seit gestern Morgen auf vier weiteren Strecken in Niedersachsen unterwegs – unter anderem auch zwischen Uelzen und Braunschweig.

Erixx, eine hundertprozentige Tochter der Osthannoverschen Eisenbahn AG (OHE), hatte sich bei der Ausschreibung der Strecken, die bislang von der deutschen Bahn bedient worden waren, durchsetzen können.

Offiziell eröffnet wurden die Strecken gestern am Braunschweiger Hauptbahnhof im Beisein des niedersächsischen Verkehrsministers Olaf Lies (SPD). „Ausschreibungsgewinner sind vor allem die Fahrgäste, sie reisen künftig in fabrikneuen Zügen“, sagte der Minister. 28 neue Züge hat Erixx angeschafft, um die Verbindungen abzusichern. Dabei handele es sich um Fahrzeuge, die rollstuhlgerecht seien, so Unternehmenssprecherin Birte Ahting gegenüber der AZ. Zudem gebe es Steckdosen und Monitore, auf denen Anschlussinformationen zu lesen seien.

Entscheidend bei der Vergabe der Strecken, zu denen auch die Routen Hannover-Bad Harzburg, Goslar-Braunschweig sowie Lüneburg-Hitzacker-Dannenberg gehören, seien die Leistungen gewesen, die Erixx anbiete, so Ahting weiter. Dazu gehöre auch, dass während der Fahrten ein Verbot zum Alkoholkonsum gelte."Die Züge sind sauberer, wir haben weniger Vandalismus und die Fahrgäste fühlen sich wohler.“, meinte dazu bei der Eröffnung gestern Erixx-Geschäftsführer Wolfgang Kloppenburg.

Die Verbindung von Uelzen über Gifhorn nach Braunschweig soll perspektivisch im festen Stundentakt angeboten werden, wie Detlef Tanke, Vorsitzender der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Großraum Braunschweig, gestern sagte. „Wir hoffen, dass die DB den notwendigen Umbau im Bahnhof Rötgesbüttel – hier muss ein zweites Gleis gebaut werden – bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 fertig stellt“, so Tanke. Derzeit werden Verbindungen vorwiegend noch im Zwei-Stunden-Takt angeboten.

Mehr Züge bedeuten auch mehr Wartungs- und Reparaturarbeiten. Sie werden im OHE-Werk am Dannenberger Bogen in Uelzen durchgeführt, das deswegen erweitert wurde. In der Werkstatthalle seien Gleise verlängert und auch die Lagerkapazitäten angepasst worden, so Birte Ahting. Außerdem werde noch eine Tankstelle für Züge gebaut.

Von Norman Reuter

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