48-Jähriger sticht auf 32 Jahre alten Mann ein / Einweisung in Psychiatrie

SEK stürmt Wohnung

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Uelzen. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat in der Nacht zu gestern die Wohnung eines 48-Jährigen an der Hauenriede in Uelzen gestürmt. Kurz zuvor hatte der Mann mit einem Küchenmesser auf einen 32 Jahre alten Mann eingestochen.

Das Opfer musste daraufhin im Krankenhaus behandelt werden.

Da die Polizei den Täter schon wegen versuchten Totschlags kannte und er bei den Beamten als gewaltbereit gilt, haben die Uelzener noch am selben Abend Kräfte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) aus Hamburg und Hannover angefordert. Gegen 23 Uhr stürmten rund 25 Beamte die Wohnung an der Hauenriede und stellten die Tatwaffe sicher.

Beim Öffnen der Wohnung erlitt der 48-Jährige leichte Verletzungen. Er wurde mit angelegten Hand- und Fußfesseln ins Klinikum gebracht. Anschließend wurde er auf Anordnung eines Arztes und Mitarbeiter der Stadt Uelzen in eine Psychiatrische Klinik eingewiesen. Die Polizei ermittelt nun gegen ihn wegen gefährlicher Körperverletzung.

Zwischen 18 und 19 Uhr am Montagabend hatten der 32 Jahre alte Mann und ein 39-Jähriger die Wohnung des Täters in einem Mehrfamilienhaus an der Hauenriede aufgesucht, berichtet Polizeisprecherin Nicole Winterbur: Als der 48-Jährige ihnen die Tür nicht öffnete und beide das Haus wieder verlassen wollten, folgte er ihnen und attackierte sie mit einem Küchenmesser. Dabei traf der 48-Jährige den 32-Jährigen an der Lippe. Nach Angaben der Polizei bestand für das Opfer keine Lebensgefahr.

Nach der Tat soll sich der 48-Jährige direkt in seine Wohnung zurückgezogen und auch den alarmierten Polizeibeamten nicht die Tür geöffnet haben. Als dann das SEK die Wohnung stürmte, habe er keinen Widerstand geleistet. Der polizeibekannte Mann leide unter psychischen Störungen, erklärt Nicole Winterbur. Alle drei Männer sind nach Angaben der Polizei russischer Herkunft.

Von Diane Baatani

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