Schlichtung zwischen Metronom und GDL erfolgreich – mehr Geld für Lokführer

Streiks endgültig vom Tisch

Für Metronom-Lokführer gilt weiter ein Haustarifvertrag.

Uelzen. Monatelang zog sich die Uelzener Eisenbahngesellschaft Metronom wegen diverser Lokführerstreiks den Zorn von Fahrgästen zu – weitere Arbeitsausstände wird es nicht geben:

Am Sonntagabend einigten sich das Unternehmen und die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) nach langem Ringen auf einen Haustarifvertrag und einen späteren Beitritt des Metronom zu einem Betreiberwechsel-Tarifvertrag – vor allem letzterer war bis zuletzt höchst umkämpft.

Der frühere sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt hatte im Schlichtungsverfahren eine Empfehlung abgegeben, die letztlich zum Durchbruch führte. Die Mitarbeiter profitieren von höheren Entgelten, hohen Qualitätsstandards und mehr Sicherheit im Falle eines Betreiberwechsels. „Beide Tarifparteien haben Federn lassen müssen, dennoch haben wir unser Kernziel erreicht und den Bundesrahmen-Tarifvertrag für Lokführer nicht unterschrieben, sondern einen Haustarifvertrag abgeschlossen“, sagte ein erleichterter Metronom-Geschäftsführer Wolfgang Birlin.

Der neue Haustarifvertrag sieht eine Einmalzahlung von 800 Euro pro Mitarbeiter sowie eine Erhöhung von Entgelten und Zulagen rückwirkend ab 1. November um zwei Prozent und am 1. Januar 2013 um weitere zwei Prozent vor. Dazu werden die Zulagen für Sonn- und Feiertagsarbeit sowie die Nachtzuschläge deutlich angehoben. „Außerdem werden Regelungen für den Umgang mit Personal nach traumatisierenden Ereignissen und bei Fahrdienstuntauglichkeit von Lokführern aufgenommen“, erklärt Metronom-Sprecherin Tina Allerheiligen.

Keine Einigung konnte bisher beim Thema Arbeitszeitregelung erzielt werden. „Dieser Punkt soll bis zum 31. Januar 2012 geklärt werden“, so Allerheiligen. Ansonste ergehe ein weiterer Schlichterspruch.

Von Thomas Mitzlaff

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