Streik bei Zuckerfabrik

Die Hälfte der Belegschaft legte die Arbeit nieder.

Uelzen - Von Jürgen Köhler-Götze. „Nicht verhandelbar“ nennen die Arbeiter der Uelzener Zuckerfabrik das Angebot der Arbeitgeberseite. Die bietet bislang ein Prozent Gehaltserhöhung. Die Gewerkschaft fordert plakativ „Süße 5,5 Prozent, sonst gibt‘s Saures!“.

Die Hälfte der 240 Beschäftigten legte gestern für zwei Stunden die Arbeit nieder. „Wir wollten die Fabrik nicht lahmlegen“, erklärte Jürgen Langmach, Geschäftsführer in Lüneburg der Gewerkschaft NGG, „aber wir wollen ein Signal setzen, dass die Kollegen kampfbereit sind.“ Der Tarifvertrag im Zuckerbereich ist Ende März ausgelaufen. Drei Mal hat man bislang verhandelt, ohne dass sich die Tarifparteien näher gekommen sind. „Der Warnstreik ist nicht mehr als ein Zeichen, das die Arbeitgeberseite dazu bringen soll, ein Angebot vorzulegen, über das man reden kann“, so Langmach.

Nicht reden könne man über die Vorstellung, die Arbeiter sollten eine bessere Nullrunde in Kauf nehmen, weil die Nordzucker AG ein Minus in der Bilanz habe und die Aktionäre 2010 Jahr keine Dividende erhalten. „Wir haben schon unsere Ergebnisbeteiligung hergegeben.“ Der Zeitpunkt für Tarifverhandlungen sei im Sommer natürlich ungünstig, gibt er zu. „Aber wenn das Angebot nicht kommt, dann kommt der Herbst und damit kommt auch die nächste Kampagne“, gibt er sich kämpferisch.

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