Mitarbeiter von Stadt und Kreis Uelzen legen Arbeit nieder

Streik in den Verwaltungen

UELZEN - Die Gewerkschaft ver. di hat für den heutigen Dienstag, 25. März, zu einem ganztägigen Warnstreik im öffentlichen Dienst aufgerufen. Davon wird auch die Stadtverwaltung Uelzen betroffen sein.

„Die Bürger müssen damit rechnen, dass es in der gesamten Stadtverwaltung zu Einschränkungen kommt“, kündigt Stadt-Sprecherin Ute Krüger gestern an. Das Bürger- und Standesamt bleibt voraussichtlich den ganzen Tag über geschlossen.

Auch in der Uelzener Kreisverwaltung werden sich 60 bis 70 Mitarbeiter an den Streiks beteiligen, kündigt der Personalratsvorsitzende Dietmar Schröder an. Vor allem die Bereiche des Abfallwirtschaftsbetriebs (awb) und der Straßenmeisterei würden von der ganztägigen Arbeitsniederlegung betroffen sein. Und im Vergleich zum Streik am vergangenen Montag, so Schröder, würden heute auch deutlich mehr Mitarbeiter für eine Erhöhung der Gehälter auf die Straße gehen. Um ihrem Unmut Luft zu machen, fahren sie in die Landeshauptstadt – dort nämlich haben die Gewerkschaften für heute zu einer zentralen Demonstration aufgerufen.

Trotz einer Annäherung in einigen Punkten war die zweite Tarifrunde, wie berichtet, am vergangenen Freitag ohne Ergebnisse zu Ende gegangen. Die Gewerkschaften fordern für die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen eine Erhöhung der Gehälter um einen Sockelbetrag von 100 Euro und dann zusätzlich um weitere 3,5 Prozent. Nach wie vor heftig umstritten ist der Sockelbetrag. Die Arbeitgeber diskutieren über eine soziale Komponente, haben aber noch kein konkretes Angebot vorgelegt.

Und so werden heute und morgen in Niedersachsen und Bremen vor allem Berufspendler, Eltern von Kindergartenkindern oder Kranke, deren Operationen verschoben werden, im Nachteil sein. Betroffen von den ganztägigen Streiks sind nämlich Busse und Bahnen, Kindergärten, Krankenhäuser, Schwimmbäder und die Müllabfuhr.

Allein heute ist der öffentliche Nahverkehr in Hannover, Braunschweig, Hildesheim, Göttingen und Goslar betroffen. Städtische Kindertagesstätten bleiben in Hannover sowie größtenteils auch in Lüneburg und Braunschweig geschlossen. Ebenfalls bestreikt werden die Krankenhäuser im benachbarten Lüneburg, in Stadthagen, Hameln und Celle sowie die Kliniken Region Hannover und Wolfsburg.

In der Landeshauptstadt wird wegen der Kundgebung zusätzlich mit Behinderungen im Zentrum gerechnet. Die Gewerkschaften wollen mit ihrem Protest Druck machen für die dritte Tarifverhandlungsrunde am 31. März. dpa/ib

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