Einschränkungen im gesamten Landkreis Uelzen / Ver.di fordert mehr Lohn

Streik bei der Telekom

+

Uelzen/Landkreis. Mit der Einschränkung des Technischen Services, der Entstörung und Bereitstellung von allen Telekommunikationseinrichtungen müssen heute die Einwohner des Landkreise Uelzen rechnen.

Der Grund: Ab heute finden bundesweite Warnstreiks in der laufenden Tarifrunde bei der Deutschen Telekom statt. Des Weiteren wird die Erreichbarkeit der Services-Hotlines und die Auftragsbearbeitung stark eingeschränkt sein. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Ver. di) ruft die Beschäftigten in den betroffenen Unternehmensteilen von Montag an zu Warnstreiks auf. „In Uelzen erwarten wir mindestens 50 Streikende“, sagt Hanno Harms, Ver. di-Vertreter des Bezirks Weser-Ems.

Ver.di-Streikleiter Ado Wilhelm bekräftigt: „Jetzt hilft nur noch Druck auf den Arbeitgeber, um zu einer Lösung zu kommen. Die bevorstehende vierte Verhandlungsrunde sei „die letzte Chance“ für eine gütliche Einigung.

Zum Wochenauftakt sind bundesweit zunächst rund 6000 Beschäftigte an verschiedenen Standorten zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. In den kommenden Tagen sei mit weiteren Warnstreiks zu rechnen. Einzelheiten würden jedoch aus taktischen Gründen nicht veröffentlicht. „Die Warnstreiks sind als nachdrückliche Botschaft an den Arbeitgeber zu verstehen: Wir sind für einen Arbeitskampf aufgestellt“, sagte Wilhelm.

In Niedersachsen-Bremen wird neben Uelzen auch an den Standorten Celle, Lüneburg, Hannover, Lingen und Osnabrück gestreikt und es werden rund 600 Beschäftigte in den Ausstand gerufen. „Drei Verhandlungsrunden ohne Angebot ist eine Provokation für die Telekom-Beschäftigten“ erklärt der Landesarbeitskampfleiter in Niedersachsen Bremen. „Die Arbeitgeber provozieren geradezu einen Arbeitskampf.“

Am Mittwoch, 18., und Donnerstag, 19. April, werden die Verhandlungen über die Deutsche Telekom AG sowie die Auszubildenden fortgesetzt. In der Folgewoche wird dann am Montag, 23., und Dienstag, 24. April, über die Telekom Deutschland GmbH sowie am Mittwoch, 25., und Donnerstag, 26. April, über T-Systems verhandelt. Verhandlungsort ist an allen Tagen Düsseldorf.

Ver.di fordert für die mehr als 85 000 Beschäftigten 6,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie eine tabellenwirksame Mindestanhebung zur Stärkung der unteren Einkommensgruppen. Auszubildende sollen 70 Euro monatlich mehr erhalten, zudem sollen schlechter bezahlte Ausbildungsberufe auf ein höheres Bezahlungsniveau angehoben werden. Darüber hinaus soll der Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen bei den TSystems-Gesellschaften verlängert werden.

Von Jörn Nolting

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare