Uelzener Rhön-Klinik-Mitarbeiter gehen am Donnerstag auf die Straße

Streik statt Mittagspause

Vor dem Klinikum in Uelzen werden verdi-Mitglieder am Donnerstag einen einstündigen Solidaritätsstreik einlegen. Foto: Ph. Schulze

Uelzen. Ihre Mittagspause werden einige Mitarbeiter des Rhön-Klinikums in Uelzen am Donnerstag nicht bei Spaghetti Bolognese oder Schnitzel verbringen, sondern auf der Straße: Die Mitglieder der Gewerkschaft verdi nämlich werden in der Zeit zwischen 12 und 13 Uhr vor dem Klinikgebäude im Rahmen einer Solidaritätskundgebung auf die aktuellen Tarifverhandlungen aufmerksam machen.

 „Aktive Mittagspause“ nennen die Klinik-Mitarbeiter ihre einstündige Arbeitsniederlegung.

Während es an anderen Rhön-Standorten bereits Tarifverhandlungen gegeben hat, stehen selbige in Uelzen erst noch bevor. Franz Caesar, Geschäftsführer des Klinikums Uelzen, ist deshalb auch „völlig überrascht“ von der Initiative seiner Mitarbeiter. Am 27. Juni stünden die ersten Gespräche überhaupt erst an, sagt er, es gebe bislang keinerlei Angebote. Gestern Vormittag sei Caesar über die für Donnerstag geplante „aktive Mittagspause“ informiert worden und stellt vor dem Hintergrund, dass es bislang noch keinerlei Verhandlungen gegeben habe, zu der geplanten Aktion fest: „Das findet nicht meine Zustimmung.“ Als er von dem Vorhaben gehört habe, habe er sich „erst einmal fassen müssen“.

Uelzens Klinik-Sprecher Sebastian Haeger erklärt derweil auf AZ-Nachfrage, dass die bevor stehenden Verhandlungen in keinerlei Zusammenhang mit der geplanten Übernahme der Rhön-Klinikum AG durch den Gesundheitskonzern Fresenius (AZ berichtete) zu tun habe. „Es handelt sich hier um ganz normale Tarifverhandlungen“, so Haeger, die jede Klinik im Rhön-Verbund für sich selbst führe.

Von Ines Bräutigam

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