Vorbereitung auf Wintereinbruch / Berge von Streusalz liegen bereit

Straßenmeistereien im Kreis Uelzen stehen in den Startlöchern

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Bereit für den Wintereinsatz: Rund 800 Tonnen Salz lagern derzeit in der Halle der Straßenmeisterei in Holdenstedt.

Uelzen/Landkreis. 324 Kilometer Asphalt werden abgestreut, wenn es glatt ist. Acht Lkw stehen dafür in Uelzens Straßenmeisterei schon seit Oktober in den Startlöchern.

800 Tonnen Salz warten in der Lagerhalle in Holdenstedt auf ihren Einsatz – durchschnittlich 2000 Tonnen Salz werden in einem „normalen“ Winter verstreut. Aber nicht nur das Salz verhindert Glätteunfälle. „Wenn die Kollegen wiederkommen, höre ich oft, dass manche Autofahrer sie mit hohem Tempo überholt haben“, so Manuela Kapak-Wendt, Leiterin der Straßenmeisterei Uelzen. Dabei sei es ja gerade vor dem Streufahrzeug glatt und zu schnelles Fahren hier besonders gefährlich.

Normalerweise seien die Straßen alle vor sechs Uhr morgens abgestreut, nur, wenn dann noch mal Schnee falle, müssten eben die Fahrer noch mal ausrücken. „Mit dem einsetzenden Schnee ist das so, dass, wenn wir dann fahren, wir nicht überall gleichzeitig sein können und bei starkem Schneefall ist die Straße hinter dem Fahrzeug natürlich schnell wieder weiß“, sagt Kapak-Wendt.

Im vergangenen Winter rückten die tonnenschweren „Salzstreuer“ 40 Mal morgens und 10 Mal abends aus. „Problematisch ist es dann, wenn Tauwetter einsetzt oder es zwischen Frost und Tau hin- und hergeht“, so die Chefin der Straßenbehörde weiter. Auch sorgen Sonnenstrahlen für rasche Temperaturwechsel auf den geteerten Flächen. Fast schon selbstverständlich ist für Kapak-Wendt, dass sie es nie allen Recht machen kann. „Die, die meckern, können das heutzutage dank Handy natürlich viel schneller tun.“

Im Landkreis dauert eine „Salztour“ naturgemäß etwas länger als in der Stadt – etwa dreieinhalb Stunden. Bis sieben Uhr in der Früh sind die rund 500 Kilometer Kreisstraßen von den acht Streufahrzeugen abgestreut. Straßen in Waldgebieten oder Brücken bekommen mitunter mehr Salz ab. „Jeder von uns weiß, wo es besondere Gefahrenstellen auf den Touren gibt, und streut hier sicher etwas mehr Salz“, erklärt Reiner Ripke, Einsatzleiter der Kreisstraßenmeisterei. Das Personal hinterm Steuer wechsle ja zum Glück nicht so häufig wie zum Beispiel im Fußball, fügt Ripke hinzu. Sein Rat: „Auch, wenn moderne Assistenzsysteme Autos sicherer machen, sollten Autofahrer sich nicht ausschließlich auf die Technik verlassen.“

Von Robin Vogt

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