Strandfeeling auf Bolzplatz

Das Team Klein Süstedt I gegen die Gerdauer. Fotos: Jansen

Uelzen-Klein Süstedt. Das Holdenstedter Beachvolleyball-Team hat den Pokal des ersten Klein Süstedter Beachvolleyball-Turnier gewonnen, das die Dorfgemeinschaft zur Einweihungsfeier des neu angelegten Beachvolleyball-Spielfeldes organisiert hatte.

Insgesamt neun Teams waren angetreten, um auf dem ehemaligen Bolzplatz, der von den Jugendlichen in Klein Süstedt kurzerhand zu einem Beachvolleyballfeld umgebaut worden war, ein Turnier zu bestreiten.„Ein gebührender Anlass“ meinten die Zuschauer, beeindruckt von dem professionell angelegten Volleyballfeld. Wie zum Beweis, dass der Bolzplatz, der für das Beachvolleyballfeld einige Quadratmeter lassen musste, noch seiner ursprünglichen Funktion gerecht werden kann, zeigten alle Teams zwischen den beiden Toren auf dem verbliebenen Gelände erst mal ihr fußballerisches Können.

Die Idee hatten wir schon länger, erzählen die Jugendlichen, die schon einige Jahre in den Wintermonaten mit einer Hobbymannschaft die kleine Sporthalle an der ehemaligen Schule beleben. „Es standen einige alternative Flächen zur Auswahl“, berichtet Benjamin Kohls, der von den Klein Süstedtern für die Realisierung des neuen Spielfeldes verantwortlich gemacht wird. „Das hätte ich alleine ja gar nicht hinbekommen“, wiegelt „Benni“, wie der frisch gebackene Landschaftsarchitekt im Dorf genannt wird, bescheiden ab. Doch seinen perfekt vorbereiteten Planungsunterlagen ist es zu verdanken, dass die Familie Riggert, auf deren Grund und Boden der Bolzplatz seit über zehn Jahren existierte, „zur angedachten Ergänzung gar nicht Nein sagen konnten“, bestätigt Heike Riggert.

Der Bolzplatz sollte bestehen bleiben, nur ein Stück kleiner werden, der Rasen wurde abgeschält, die Erde von der Spielfläche abgehoben und der abgeschälte Rasen auf dem Erdaushub ausgerollt. „Das war so perfekt“, begeistern sich die Dorfbewohner, dass sie alle gerne zu den erforderlichen Spenden für Netzaufbau, Sand und Abgrenzungen bereit waren.

Die Rohre einer ausgedienten Beregnungsanlage von Landwirt Gerd Schulz wurde zur Feldumgrenzung umgebaut und ein Flies, dass den Lehmboden vom Sand trennen sollte, von einem weiteren Landwirt hergegeben. Etwa 400 Stunden investierten die Jugendlichen in Klein Süstedt in harte Arbeit. „Die waren alle ganz rot“, erzählt Heike Riggert, die das Treiben hautnah erleben durfte, „so geschuftet haben die Jungs und Mädchen“. Spontan entsandten die umliegenden Dörfer Bohlsen, Gerdau, Holdenstedt und Holxen sowie der Bauckhof fünfköpfige Teams, um gegen die drei Klein Süstedter Teams anzutreten, die dann zum Schluss die meisten Punkte hatten aber den Gästen beim Sieg den Vortritt ließen.

Von Angelika Jansen

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