275 000-Euro-Investition: Ausschreibungen für Photovoltaikanlage laufen

Strahlende Aussicht in Borg

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Auf gleich mehreren Dächern von Gebäuden im Entsorgungszentrum in Borg sollen Photovoltaikflächen installiert werden.

Uelzen/Borg. Die Ausschreibung läuft zurzeit, im Mai soll voraussichtlich Submission sein – die vorbereitenden Maßnahmen für den Bau einer Photovoltaikanlage im Entsorgungszentrum Borg laufen auf Hochtouren.

Der Betriebsausschuss Abfallwirtschaft hatte in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für das Projekt gegeben, das die Politik wegen seiner Komplexität bereits seit langer Zeit beschäftigt. Obendrein ist die ANlage nun teurer geworden als zunächst geplant.

Die Ausschreibung sei mittlerweile aber mit dem Rechnungsprüfungsamt abgestimmt, erläuterte Beate Renate König, Leiterin des Abfallwirtschaftsbetriebes (awb) des Landkreises, den Ausschussmitgliedern. Man gehe von einer Bauzeit von rund vier Wochen aus, was unterm Strich bedeuten würde, dass die Photovoltaikanlage Ende dieses Jahres fertig werde und in Betrieb gehen könne.

Zunächst waren im Vermögensplan des awb 100 000 Euro Investitionsmittel für die Anlage eingeplant. Nachdem aber der damals beauftragte Planer aus gesundheitlichen Gründen von dem Vertrag zurückgetreten war und die Uelzener Kreisverwaltung kurzfristig ein anderes Büro mit der Erstellung der Ausschreibung beauftragen musste, hatte es einige Änderungen gegeben: Die Ausschreibung beinhaltet nunmehr nämlich sämtliche in Frage kommenden Dächer, und zwar die Dachflächen der Anlieferhalle, der Trockenfermenter und des Ventilatorengebäudes. Die Fahrzeughalle, erläuterte Renate König, könne nicht angebunden werden, da hier die Anschlussmöglichkeiten für die Stromeinspeisung nicht gegeben seien. Der hierfür erforderliche Aufwand wäre schlichtweg zu hoch, als dass sich ein Anschluss wirtschaftlich rechnen würde.

Mehr Dachflächen bedeuten aber auch mehr Kosten: Statt der zunächst vorgesehenen 100 000 Euro würden sich jetzt 250 000 Euro plus Nebenkosten ergeben. Eine Investition, die der Politik aber sinnvoll erscheint – nicht zuletzt, weil Renate König vorrechnete, dass sich die Photovoltaikanlage etwa nach 18 Jahren amortisieren werde.

Im awb-Wirtschaftsplan sind nun also 275 000 Euro für das Photovoltaik-Projekt eingestellt worden. Die Entscheidung dafür fällte der Betriebsausschuss einstimmig.

Von Ines Bräutigam

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