Demografische Entwicklung: Externe Arbeitsgruppe erstellt Strategien für den Wohnungsbestand

Wie steht der Kreis künftig da?

+
Eine Arbeitsgruppe aus Bremen und Hamburg analysiert die demografische Entwicklung im Kreis Uelzen.

Uelzen/Landkreis. Mit der demografischen Entwicklung im Landkreis Uelzen beschäftigt sich in den kommenden acht Monaten intensiv eine Arbeitsgruppe aus Bremen und Hamburg.

Die Büros „proloco“ aus Bremen und „Gertz Gutsche Rümenapp“ aus Hamburg erarbeiten für den Landkreis Uelzen Empfehlungen für die künftige Regionalplanung und die Bauleitplanung.

Bisher seien die Auswirkungen der demografischen Entwicklung für diese beiden Bereiche noch nicht abzuschätzen, erklärt Joachim Partzsch, Leiter des Amtes für Bauordnung und Kreisplanung. Die Arbeitsgruppe werde sich daher einen Überblick über den Wohnungsbestand im Landkreis verschaffen und überprüfen, ob der Zustand den Erwartungen entspricht, die künftig an Wohnungen gestellt werden.

Das Bild über die Siedlungsentwicklung werde dann mit den Gemeinden abgeglichen und aus dem Ergebnis abgeleitet, welche Entwicklung weiterer Bauflächen möglich ist. „Gibt es Maßnahmen, um der demografischen Entwicklung entgegenzuwirken“, möchte Partzsch von der Expertise wissen. Und: Was können die Gemeinden tun, um den Immobilienbestand aufzuwerten? Gibt es eine Möglichkeit, eine kommunale Wohnungsmarktbeobachtung aufzubauen, eventuell auf Ebene des Landkreises – und mit welchem Aufwand?

Die Idee zu der Untersuchung stammt aus der „Arbeitsgruppe Demografie“, in der neben dem Landkreis auch sämtliche kreisangehörigen Gemeinden vertreten sind. Der Kreisausschuss hatte den Plänen zugestimmt. Die Nettokosten von rund 40 000 Euro für die Empfehlungen werden zu 75 Prozent mit Mitteln aus dem Regionalentwicklungsprogramm „Leader“ der EU gefördert. An den nicht durch die Bezuschussung abgedeckten Kosten beteiligt sich die Gesellschaft für Wohnungsbau des Kreises Uelzen (gwk). Die Restkosten tragen zu gleichen Teilen der Landkreis und die Gemeinden, deren finanzielle Beteiligung sich jeweils nach der entsprechenden Einwohnerzahl richtet.

Im Vorfeld waren insgesamt acht Büros aufgefordert worden, Angebote abzugeben. In deren Leistungsbeschreibung ging es um die Analyse der bisherigen Bevölkerungsentwicklung, des Wohnungsbestandes, eine Bestandaufnahme zu Wohnungsbauflächen und Prognosen künftiger Entwicklungen, in einem Zeitraum von 20 Jahren. Daraus sollen sich schließlich die Empfehlungen für künftige Handlungen ergeben. Von den Bewerbern wurden die Bremer und Hamburger ausgewählt.

Auch die Samt- und Einheitsgemeinden sowie die gwk sind in die Untersuchung eingebunden, erläutert Partzsch. Innerhalb von acht Monaten sollen die beiden Büros gemeinsam Ergebnisse präsentieren.

Von Diane Baatani

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare