110 Jahre alte Fachwerkscheune in Molzen niedergebrannt / Besitzer: Schaden von 160 000 Euro / Ursache für Feuer noch ungeklärt

Es stehen nur noch die Mauern

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Von der Scheune steht nur noch ein Teil der Außenmauern. Der Dachstuhl mit Dachpappe ist bei dem Feuer am Montagabend eingestürzt. Polizeibeamte waren gestern Morgen noch zur Brandermittlung nach Molzen gekommen.

Uelzen-Molzen. Am Tag nach dem Brand in Molzen wird sichtbar, wie sehr das Feuer am Montagabend wütete. Von der Scheune an der Uelzener Straße, Teil des Hofes von Wilhelm Bruns, stehen nur noch die Außenmauern.

Verkohlte Balken des Dachstuhles liegen vor der Brandruine, dazwischen ist noch Schaum des Feuerwehreinsatzes.

Gut 110 Jahre war die Fachwerkscheune alt, schildert Besitzer Wilhelm Bruns der AZ. Das Gebäude nach Ausbruch des Brandes noch zu retten, sei unmöglich gewesen, sagt er. Ein Mieter eines angrenzenden Gebäudes auf dem Hof habe den Feuerschein entdeckt. „Binnen von zehn Minuten stand dann das Dach in Flammen.“ Wie Bruns erklärt, sei es mit Dachpappe bedeckt gewesen.

Alarmierte Feuerwehren aus Uelzen, Molzen, Oldenstadt, Masendorf und Riestedt eilten gegen 18 Uhr zum Brand. Durch den Einsatz der Drehleiter und mehrer Atemschutzträger konnte ein Übergreifen auf die angrenzenden Wohngebäude verhindert werden (AZ berichtete). Das Dach der Scheune stürzte jedoch ein. Gegen 23 Uhr mussten noch einmal Einsatzkräfte ausrücken, weil das Feuer erneut ausgebrochen war.

In der Scheune habe sich eine Werkstatt befunden, erklärt Bruns. „Auch Schränke waren dort untergestellt und im Obergeschoss war Bauholz gelagert.“ Ob er die Scheune neu aufbauen wird, konnte der Molzener gestern noch nicht sagen. Bruns geht von einem Sachschaden von etwa 160 000 Euro aus. Gestern waren Polizisten vor Ort, sprachen mit dem Eigentümer. Nach Auskunft von Polizeisprecherin Antje Freudenberg ist die Brandursache noch ungeklärt.

Von Norman Reuter

Fotos vom Brand

Scheune in Molzen steht in Flammen

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