Nicht nur Autofahrer müssen sich auf die Situation einstellen

„Startschuss“ für Uelzens Baustellen-Marathon

Einrichtung der Baustelle: Bauzäune werden aufgestellt und Container mit der „Kraft“ eines Baggers von einem Anhänger gehoben.
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Einrichtung der Baustelle: Bauzäune werden aufgestellt und Container mit der „Kraft“ eines Baggers von einem Anhänger gehoben.
  • Norman Reuter
    VonNorman Reuter
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Bauzäune werden aufgestellt und Container mit der „Kraft“ eines Baggers von einem Anhänger gehoben. An der Uelzener Bahnhofstraße laufen die Arbeiten am Kanalnetz an. Es ist der Auftakt zu einem wahren Baustellen-Marathon, der sich weit bis ins nächste Jahr zieht und der immer wieder zu Sperrungen führen wird. Auch der Busverkehr ist betroffen.

Uelzen ‒ Es ist der Auftakt zu einem Baustellen-Marathon in Uelzens Innenstadt: An der Bahnhofstraße, zwischen Luisen- und St.-Viti-Straße, sind am Dienstag, 25. Mai, Bauzäune und Container aufgestellt worden. Die Fräse wird für den Tag darauf angekündigt, die Asphalt von der Fahrbahn aufnehmen wird. Wie berichtet, wird dort in den kommenden Monaten das Kanalnetz erneuert. Die Bahnhofstraße ist im Baustellenbereich für den Verkehr gesperrt.

Es schließen sich Arbeiten im Bereich der beiden Bahnbrücken im Vorgriff zu deren Neubau an. Und: Voraussichtlich ab August wird zwischen Dieterichsstraße und Neuem Rathaus gefräst, gebuddelt und gebaut: Dort entsteht, wie berichtet, ein Kreisverkehr und der Busumstiegsplatz wird neu gestaltet. Diese beiden Bauprojekte werden mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen.

Mit den Baustellen verbunden sind Umwege für Lkw-, Auto- und Motorrad-Fahrer. Und auch auf jene, die Busse nutzen, kommen Veränderungen zu. Uelzens Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull ahnt: „Das wird eine Geduldsprobe.“

Es stehen während der Arbeiten am Neuen Rathaus auch weniger Parkplätze in der Innenstadt zur Verfügung. Denn der gesamte Umstiegsplatz wird vorübergehend auf den Hammerstein-Parkplatz verlegt. „Von insgesamt etwa 160 Stellplätzen dort werden vorübergehend etwa 60 wegfallen“, berichtet Scheele-Krogull.

Sechs provisorische Haltestellen werden in der Mitte des Parkplatzes geschaffen. „Dafür wird es dort noch vorab Asphaltarbeiten geben“, erklärt Scheele-Krogull. Versucht werde auch, Unterstände aufzustellen, damit niemand im Regen stehen müsse. Für die zeitweise Verlegung des Busumstiegsplatzes habe die Stadt 30 000 Euro in die Hand zu nehmen, so Scheele-Krogull. „Dieses Geld ist aber schon im Budget für die Bauarbeiten eingerechnet gewesen.“ Für den Bau des Kreisverkehrs waren zuletzt 2,1 Millionen Euro und für die Umgestaltung des Busumstiegsplatzes 1,1 Millionen Euro veranschlagt worden.

Für die Zufahrten zum Hammerstein-Parkplatz gilt in der Zeit, in der dort Busse halten und losfahren, eine Einbahnstraßen-Regelung. Busse müssen dann auch in anderer Weise durch die Stadt gelenkt werden. Unter anderem sollen sie über den Schnellenmarkt fahren, wie Scheele-Krogull berichtet, womit sich dort Änderungen bei den Einbahnstraßen-Regelungen ergeben. Scheele-Krogull weiß: „Das wird für die Menschen, die diese Strecken regelmäßig nutzen, eine Umstellung sein. Es lässt sich aber nicht anders machen.“

2021 kommt eins aufs andere, was die Baustellen betrifft, zumal auch noch die Grundsanierung der Schillerstraße läuft. Eigentlich sollte der Bau des Kreisverkehrs an der Dieterichsstraße bereits 2019 in Angriff genommen werden. Um aber in den Genuss von Fördermitteln zu kommen, wurde die Maßnahme noch einmal verschoben. Der Plan ging auf: Mittel wurden gewährt – mit einem Baustart nun ab Sommer.

Scheele-Krogull kündigt derweil noch weitere Bauarbeiten an, die es in den nächsten Jahren geben wird: Und zwar soll auch noch der gesamte ZOB am Bahnhof neu gestaltet werden. Dieser werde unter anderem behindertengerecht umgebaut. „Das ist geplant für 2023 und 2024“, sagt Scheele-Krogull. Die Kosten liegen bei etwa einer Million Euro.

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