Baustellen und Corona-Schutz werden Kampagne prägen

Start der Zuckerproduktion in Uelzen

Das Werk in Uelzen wird ab Dienstag Zucker produzieren.
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Das Werk in Uelzen wird ab Dienstag Zucker produzieren.

Uelzen – Maschinen werden bereits getestet und auch der Kalkofen ist angeschürt: Das Unternehmen Nordzucker kündigt für kommenden Dienstag den Produktionsstart im Uelzener Werk an.

Bis in den Januar hinein werden in dem Betrieb dann mehr als 2,4 Millionen Tonnen Zuckerrüben zu süßen Kristallen verarbeitet. Das berichtet Werkschef Dr. Mathias Böker. Die Baustellensituation in der Region wie auch die Corona-Pandemie haben Einfluss auf die anstehende Kampagne.

Wöchentlich bekommt das Uelzener Werk rund 145 000 Tonnen Zuckerrüben geliefert. Eine Annahme erfolgt rund um die Uhr. Noch rechtzeitig vor Produktionsstart konnten Arbeiten auf der B4 zwischen Bienenbüttel und Barumer Kreuz weitestgehend abgeschlossen werden – das Werk erhält auch aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern Rüben. Indes laufen noch die Arbeiten auf der B4 zwischen Suderburger Kreisel und Breitenhees, bei Bad Bodenteich und auf der L 250 in Uelzen. Umleitungen sind eingerichtet. Nordzucker kann nicht ausschließen, dass sich Fahrer noch eigene Wege suchen.

Wie Matthias Böker sagt, sei mit den Speditionen das Gespräch gesucht worden, um sie für die Verkehrsfrage zu sensibilisieren. In Ortschaften solle möglichst auch langsam gefahren werden. Zu Beginn der Kampagne würden die Fahrer auch noch einmal persönlich auf dem Betriebshof angesprochen. „Das machen wir mit zusätzlichem Personaleinsatz“, so Böker.

Erstmals seit 2005 ist auch wieder eine Belieferung über den Schienenweg geplant, erklärt Georg Sander, der im Werk für die Rübenbeschaffung zuständig ist. 40 000 Tonnen Zuckerrüben werden demnach mit Zügen nach Uelzen gebracht – das entlaste den Verkehr auf den Straßen und sei umweltschonender, so Sander.

In diesem Jahr wird es keine Führungen durch das Werk während der Kampagne geben, erklärt Mathias Böker. Das sei in Corona-Zeiten nicht möglich. Zum Infektionsschutz erfolgen Schicht-Übergaben im Werk auch mithilfe von Computertechnik, um Kontakte zu minimieren. VON NORMAN REUTER

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