Start der Luca-App in Stadt und Landkreis Uelzen

Eine Chance auf etwas Normalität

Neben der Warnapp der Bundesrepublik kommt im Landkreis Uelzen  auch die App „Luca“ zum Einsatz.
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QR-Code scannen und Kontaktdaten hinterlegen, so funktioniert die Luca-App. Seit Montag kann sie auch im Landkreis Uelzen genutzt werden.
  • Lars Lohmann
    vonLars Lohmann
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Einfach den QR-Code scannen und seine Adresse hinterlassen, um anschließend einzukaufen. Das soll die Luca-App in Zeiten von Corona möglich machen. Seit gestern ist sie auch in Stadt und Landkreis Uelzen offiziell im Einsatz.

„Wir sind jetzt im 21. Jahrhundert angekommen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Uelzener Handelsvereins, Niko Laer, auf AZ-Nachfrage über die Einführung der Luca-App. Endlich falle ein Teil der bürokratischen Zettelwirtschaft weg. Es werde vieles einfacher machen. Im eigenen Geschäft, dem Schuhhaus Höber, wird die App bereits genutzt. Rund die Hälfte der Kunden melde sich per App an. „Die Leute werden aber jetzt nicht in Scharen in den Laden stürmen“, sagt Laer. Dazu müsste auch die Außengastronomie wieder geöffnet sein, denn die Innenstadt sei ein Gesamtpaket, die aus der Kombination aus Geschäften und Gastronomie ihren Reiz entwickelt. „Wenn die Gastronomie zumindest durch den Einsatz der App im Außenbereich wieder aufmachen kann, wäre das ein Schritt in die richtige Richtung und ein bisschen Normalität“, sagt Laer. Ansonsten fehle es eben schon an Kleinigkeiten, wie der Möglichkeit, auf Toilette zu gehen.

„Die App erspart uns eine Menge Papierkram und birgt die Hoffnung, dass nicht nur die Geschäfte, sondern alle anderen Bereiche bald öffnen können“, sagt Alexander Hass, Leiter des Eigenbetriebs für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing. Denn die Verbindung aus Gastronomie, Einzelhandel und Kultur mache Uelzen attraktiv. „Vor allem ist die App auch für Gastronomie und Kultur ein Hoffnungsschimmer .“

Er sehe die Aufgabe des Stadtmarketings darin, Gewerbetreibende über die Möglichkeiten der App zu informieren und als Anlaufstelle bei Problemen zu dienen. Außerdem will Hass dabei nicht Details aus den Augen verlieren. So werden individuelle Plakate im einheitlichen Grunddesign angeboten. So soll es auch für Kunden einfacher werden, die QR-Codes zu finden, sagt Hass. Damit aber auch Menschen, die kein Smartphone besitzen, die App nutzen können, sind 3000 Schlüsselanhänger bestellt worden. Diese sollen mit individuellen QR-Codes ausgestattet werden, in denen die Daten der Besitzer hinterlegt sind.

Das Interesse der Gewerbetreibenden an der App sei groß, sagt Hass. „Der ein oder andere setzt die App bereits ein.“ Zurzeit seien es etwa 25. Aber man wolle noch weitere Akteure ins Boot holen. Dazu ist unter anderem eine Zoom-Konferenz am nächsten Freitag um 17 Uhr geplant, bei der sich Interessierte über die Nutzungsmöglichkeiten der App informieren können. Gewerbetreibende, die teilnehmen möchten, schreiben eine Mail an info@stadtmarketing-uelzen.de oder rufen unter (05 81) 8 00 65 60 an.

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