Ein starker Partner

Mit der roten Karte bestätigten die Mitglieder bei den Neuwahlen einstimmig den bisherigen Vorstand.

Uelzen - Von Angelika Jansen. Als Partner in sozialen Fragen ist der Sozialverband Deutschland (SoVD) auch in Uelzen für viele Menschen der erste Ansprechpartner. Im Sozialberatungszentrum des Ortsverbands an der Brauerstraße erhalten die Mitglieder Information und Hilfe zu allen Fragen des Sozialrechts. Der SoVD ist sozialer, zukunftsorientierter Dienstleistungsverband, der zwischen seinen rund 2500 Mitgliedern im Ortsverband und den Behörden vermittelt.

Der Jahresrückblick der Vorsitzenden Irmgard Vogt bei der Jahreshauptversammlung sagte zudem viel über die persönliche und individuelle Betreuung der Mitglieder aus, die gerne die zahlreichen Gelegenheiten zum geselligen Zusammensein nutzen. Bei Ausflügen, Tagesfahrten, Besichtigungen, Radtouren, Informationsveranstaltungen, monatlichen Skatabende sowie bunten Nachmittagen und Abenden fühlen sich die Teilnehmer nicht nur rundum gut versorgt, sondern erleben die Solidarität des SoVD hautnah.

Mit diesem Partner an ihrer Seite stehen sie sich nicht alleine vor den Problemen des Alltags. Dazu gehören Besuche am Krankenbett und zu den runden Geburtstagen aber auch die regelmäßigen Informationen, die den Mitgliedern mit der SoVD-Zeitung monatlich ins Haus getragen wird. Uelzens Bürgermeister Otto Lukat, der selbst Mitglied des SoVD ist und „sogar noch einen Mitgliedsausweis der Vorgängerorganisation Reichsbund“ vorzeigt, als er seine Grußworte als Ehrengast einleitet, bezeichnete erst jüngst den SoVD als „das soziale Gewissen der Stadt Uelzen“. In dieser Funktion lasse sich die Stadt bei der Innenstadtgestaltung zum Thema Barrierefreiheit von dem Sozialberater der Geschäftsstelle Jörg Bosse beraten.

Ehrengast Theodor Elster, ebenfalls Mitglied des SoVD, lobte die umfängliche zielgerichtete Arbeit des Vorstands und ließ es nicht aus, den SoVD zum Jubiläum des Landkreises einzuladen, der nur ein klein wenig älter sei als der 1917 gegründete Sozialverband, damals noch Reichsbund. „Das Leben ist so kompliziert geworden“, sagt ein Mitglied, „so lange man im Beruf ist, wird vieles geregelt.“ Für ihn wurde es problematisch, als er nach einer Erkrankung wieder in den Job zurück wollte und seine Firma pleite machte. Wird die Arbeitslosigkeit ihn in Hartz IV treiben? Muss er Rente wegen Erwerbsunfähigkeit beantragen? Oder ist er alt genug, mit Abschlägen die Frührente zu beantragen? Viele Menschen sind ratlos, wenn es um ihre Existenz geht, berichtet Kreisvorsitzender Karl-Otto Constien, „die Schere zwischen Arm und Reich geht immer schneller auseinander.“

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