Städtebau auf dem Dorf

Konzept für besondere Wohnanlage in Westerweyhe vorgestellt

Auf einer rund 4500 Quadratmeter großen Fläche im Südosten des Westerweyher Baugebiets „Stadtberg IV“ soll eine besondere Wohnanlage entstehen, deren Konzept jetzt vorgestellt wurde. Fotos: Bieling//privat
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Auf einer rund 4500 Quadratmeter großen Fläche im Südosten des Westerweyher Baugebiets „Stadtberg IV“ soll eine besondere Wohnanlage entstehen, deren Konzept jetzt vorgestellt wurde. Fotos: Bieling//privat

Uelzen-Westerweyhe – Es geht voran in dem Westerweyher Baugebiet „Stadtberg“. Während erste Häuser bereits stehen, stellte Wolf Wunderling von der Uelzener Bauleitplanung nun auch in der jüngsten Ortsratssitzung das Siegerkonzept für eine besondere Wohnanlage vor.

Karl-Heinz GüntherOrtsbürgermeister

Sechs Doppelhäuser mit je 120 bis 140 Quadratmetern Wohnfläche sowie ein Mehrfamilienhaus mit vier Wohneinheiten à 65 Quadratmetern sind geplant. Hauptzielgruppe sind junge Familien und Paare, wobei auch das generationenübergreifende Wohnen im Blick liegt. So sind die Erdgeschoss-Wohnungen rollstuhlgerecht. Besonders im Fokus stehen zudem der städtebauliche und energieeffiziente Charakter. Dies soll unter anderem durch gedämmtes Mauerwerk gewährleistet sein, das in rötlichem Klinker und damit in ähnlichem Stil wie die restlichen Häuser am Stadtberg gestaltet wird. Auf den Dächern werden spezielle Solarziegel verwendet, um die Sonnenenergie zu nutzen. Außerdem werden Zisternen installiert, die die Nutzung von Regenwasser für die Bewässerung von Grünanlagen ermöglichen.

Pro Wohneinheit ist außerdem je ein Carport mit einer E-Ladestation geplant, dessen Dach zudem begrünt werden soll. Hinzu kommen vier Fahrradstellplätze je Doppelhaushälfte. Laut Wunderling sollen durch die wenigen Stellplätze Autofahrten bewusst reduziert werden. Der Bauunternehmer sei jedoch bereit, ein E-Auto zum Car-Sharing – also die gemeinsame Nutzung eines Autos mehrerer Parteien – anzubieten.

Dies sei „eine super Idee“, befand der stellvertretende Ortsbürgermeister Klaus Chlechowitz von der SPD. Nach Möglichkeit sollte aber mehr als ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt werden. Auch Fahrräder seien möglich, meint Chlechowitz.

Benjamin Steinfeld (CDU) regte indes an, bei der Bepflanzung der Carports und der übrigen Grünanlagen möglichst insektenfreundliche Pflanzen zu verwenden.

„Etwas Besseres kann Westerweyhe gar nicht passieren“, lautet das Fazit von Westerweyhes Ortsbürgermeister Karl-Heinz Günther (CDU). Zwar sei das Konzept noch nicht endgültig beschlossen, doch schon auf der nächsten Ortsratssitzung solle der Sieger der Konzeptausschreibung dann auch offiziell vorgestellt werden. Über die genaue Höhe der Preise pro Quadratmeter konnte Günther noch keine Angaben machen, da das Verfahren zur Vergabe noch nicht offiziell beendet sei. Eines ließ er jedoch durchblicken: „Die Preise halten sich im Rahmen.“ VON DANIEL BIELING

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