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Stadtwerke Uelzen planen Solarmodule nördlich der B71

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Von: Norman Reuter

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Photovoltaik-Paneele, hier ein Symbolbild, sollen nun auch unweit der Groß Liederner Straße in Uelzen aufgestellt werden. Mit ihnen sollen 650 Haushalte mit Energie versorgt werden.
Photovoltaik-Paneele, hier ein Symbolbild, sollen nun auch unweit der Groß Liederner Straße in Uelzen aufgestellt werden. Mit ihnen sollen 650 Haushalte mit Energie versorgt werden. © dpa

Nachdem in den vergangenen Monaten bereits an der Justizvollzugsanstalt (JVA) großflächig Solarmodule installiert wurden, soll in Uelzen eine weitere Photovoltaik-Anlage auf einer Freifläche entstehen. Das berichtet die Stadtverwaltung auf eine Anfrage der AZ. Vorhabenträger seien die hiesigen Stadtwerke, so die Auskunft von Stadtsprecherin Ute Krüger.

Uelzen ‒ Die Stadtwerke als kommunales Unternehmen, dem die Stadt Uelzen kurzfristig mit einem Liquiditätskredit von bis zu vier Millionen Euro unter die Arme greift (AZ berichtete), beabsichtigt, auf einer Fläche nördlich der Groß Liederner Straße Solarmodule aufzustellen, mit deren Leistung bis zu 650 Haushalte – bei einem Durchschnittsverbrauch von 2700 Kilowattstunden – mit Energie versorgt werden sollen.

Uelzens Politik wird sich in der kommenden Woche mit der Thematik befassen: Für das Vorhaben muss zunächst ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Der Bauausschuss wird über den entsprechenden Aufstellungsbeschluss beraten. Er wäre der erste Schritt in Richtung Photovoltaik-Anlage.

Bei der Stadtverwaltung wird das Projekt unter dem Stichwort „Solarpark-Steinkreuz“ geführt. Steinkreuz? War da nicht was? Unter dem Begriff „Steinkreuz“ war auch das Projekt geführt worden, bei dem an der B71 neben der Kleingartenkolonie am Steinkreuz eine Tankstelle mit Schnellrestaurant und Waschstraße entstehen sollte. Im November hatte die Hansestadt mitgeteilt, dass der Projektentwickler das Vorhaben wegen der Preise für Materialien und der Zinsentwicklung nicht weiter verfolge. Die Photovoltaik-Anlage solle aber nicht auf der Fläche, auf der der Autohof geplant wurde, entstehen, erklärt die Hansestadt gegenüber der AZ. Es handele sich vielmehr um ein Gebiet nördlich davon. Es wird eingerahmt von Obi im Norden, der Feuerwehrtechnischen Zentrale im Westen und eben der B71 im Süden. Das Plangebiet hat nach Angaben der Stadt eine Größe von 1,8 Hektar.

Die Stadtwerke begründen ihr Projekt damit, Uelzen klimaneutral versorgen zu wollen. Dabei sei es unerlässlich, den Ausbau regenerativer Energien voranzutreiben. Das Unternehmen beziffert die Investitionskosten für die Anlage auf 1,5 bis 2 Millionen Euro.

Die Photovoltaik-Anlage an der JVA, bei der die Stadtwerke mit dem Land kooperierten, soll kommenden Montag offiziell in Betrieb genommen werden.

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