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Stadtwerke-Chef: Kein Hallenbad-Betrieb in Uelzen

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Von: Norman Reuter

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Bleibt das Badue-Hallenbad geschlossen?
Bleibt das Badue-Hallenbad geschlossen? © Lars Becker

Die Gas-Krise und ihre Folgen: Der Geschäftsführer der Uelzener Stadtwerke, Markus Schümann, sieht derzeit keine Möglichkeit für einen Hallenbad-Betrieb im Herbst. Er werde dem Aufsichtsrat vorschlagen, dass das Badue dieses Jahr nicht in ein Hallenbad-Betrieb gehe, so Schümann gegenüber der AZ.

Uelzen – Erst Corona, jetzt die Energie-Krise: Den Uelzenern stehen womöglich wieder Monate ohne Hallenbad bevor. Markus Schümann, Geschäftsführer der Uelzener Stadtwerke, die das Badue in der Hansestadt betreiben, sieht derzeit angesichts der Energie-Krise keine Möglichkeit für eine Öffnung des Hallenbades in dieser Herbstsaison.

Zwei maßgebliche Gründe führte er dafür gestern im Gespräch mit der AZ an: Zum einen müsse das Gas, mit dem das Badue geheizt werde, wegen der knappen Ressourcen eingespart werden. Zum anderen sei ein Betrieb angesichts der gestiegenen Energie-Preise nicht wirtschaftlich darstellbar. „Wir reden hier vom vier- bis fünffachen bei den Gaspreisen“, so Schümann.

Er werde dem Aufsichtsrat der Stadtwerke vorschlagen, dass der Freibad-Betrieb im Frühherbst nicht auf den Hallenbad-Betrieb umgestellt werde, so Schümann. Eine Sitzung des Aufsichtsrates ist für die kommende Woche geplant.

Üblicherweise wird im September der Hallenbad-Betrieb aufgenommen. Das genaue Datum ist immer abhängig von der Witterung.

Bereits die Besucher des Freibades bekommen die Gas-Krise zu spüren. Die Stadtwerke haben aufgehört, das Wasser in den Becken zu heizen, weil dies mit Gas passiert. Diese Gas-Mengen würden bereits eingespart. Warmes Duschen sei aber noch möglich, so Schümann.

Eine Schließung des Hallenbades soll nach dem Willen Schümanns „bis auf Weiteres“ gelten. Schon in der Corona-Krise war es zur zeitweisen Schließung des Hallenbades gekommen, zuletzt im vergangenen Winter. Das hatte auch Kritiker auf den Plan gerufen, die betonten, wie wichtig sportliche Betätigung und Schwimmkurse seien (AZ berichtete). Schümann dazu gestern: „Ja, das ist eine Katastrophe.“ Aber es sei abzuwägen: Die Stadtwerke führten gerade intensive Gespräche vor dem Hintergrund der Gasnotlage dazu, wie Unternehmen weiter produzieren könnten. „Da sind mehr Fragen vorhanden, als Antworten gegeben werden können.“ Auch würde darüber gesprochen, welche öffentlichen Gebäude wie Schulen oder Ähnliches beheizt werden könnten. „Das ist keine leichte Situation, sondern eine, die uns fordert“, so der Geschäftsführer.

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