Ein Sattelzug und drei Pkws rasen beim schwersten Unfall des Jahres ineinander

Tod auf der Stadtumgehung

+
Uelzener Feuerwehrleute versuchen die 73-jährige Autofahrerin aus Wolfenbüttel aus dem Wrack zu befreien – die Seniorin stirbt schließlich noch an der Unfallstelle.

Uelzen. Beim schwersten Unfall dieses Jahres auf der Uelzener Stadtumgehung sind heute Nachmittag ein Mensch getötet und drei verletzt worden – einer von ihnen schwebte bis Redaktionsschluss in akuter Lebensgefahr. Gegen 15.30 Uhr waren auf der B 4 in Höhe der Abfahrt Bad Bodenteich ein Sattelzug und drei Pkws zusammengestoßen. Die Bundesstraße war bis in den späten Abend voll gesperrt.

Nach Polizeiangaben war eine 73-jährige Autofahrerin aus Wolfenbüttel, die in Richtung Norden unterwegs war, kurz vor der Anschlussstelle aus ungeklärter Ursache langsam auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort kollidierte sie frontal mit einem Sattelzug. Der Fahrer des voll beladenen Lkws verlor durch den Zusammenprall die Kontrolle über sein Fahrzeug und geriet auf die Gegenfahrbahn.

Impressionen vom schwersten Unfall des Jahres

Bilder vom schwersten Unfall des Jahres

Dort streifte er einen weiteren Wagen und prallte schließlich mit einem dritten zusammen.

Die Fahrerinnen des ersten und des dritten Autos wurden in den Wracks eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Für die Seniorin im ersten Wagen kam aber jede Hilfe zu spät, sie starb noch an der Unfallstelle.

Glück hatten die vier Insassen des zweiten Autos, von denen nur einer leichte Verletzungen erlitt. Auch der Lkw-Fahrer wurde verletzt.

Die Rettungsleitstelle schickte ein Großaufgebot an Einsatzkräften an den Unfallort. Sechs Rettungsfahrzeuge und drei Notärzte wurden alarmiert, außerdem der Rettungshubschrauber Christoph 30 aus Wolfenbüttel, der aber wegen dichten Nebels kurz vor Gifhorn abdrehen musste.

Die zweite einklemmte Autofahrerin aus Uelzen wurde mit schwersten Verletzungen geborgen.

Auch der Uelzener Rettungshubschrauber Christoph 19 konnte nicht starten. Abgesichert wurde die Unfallstelle unter anderem von zahlreichen Polizeikräften aus Köln, die im Rahmen des Castor-Einsatzes auf dem Weg ins Wendland waren. Der Verkehr staute sich zunächst in beide Richtungen auf mehrere Kilometer und wurde schließlich über die Auf- und Abfahrt umgeleitet.

Von Thomas Mitzlaff

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion