676 Teilnehmer schaffen 179 755 Kilometer / Teams im Rathaus geehrt

Stadtradeln: Uelzen liegt weit vorn

Für das Gruppenfoto stellten sich die Sieger und Geehrten des Stadtradelns im corona-konformen Abstand auf. Glückwünsche gab es auch von Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt (Fünfter von links).
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Für das Gruppenfoto stellten sich die Sieger und Geehrten des Stadtradelns im corona-konformen Abstand auf. Glückwünsche gab es auch von Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt (Fünfter von links).

Uelzen – Als Klimaschutzmanagerin Laura Elger am Sonnabend mit der Siegerehrung im Innenhof des Rathauses begann, hatte sie eine Menge zu erzählen: So viele dritte, zweite und erste Plätze wurden aufgerufen, dass noch einmal deutlich wurde, mit welchem Engagement sich 676 Radler 2020 zwischen dem 15. Juni und 5. Juli für den Klimaschutz in die Kurve gelegt hatten.

26 Tonnen Kohlendioxid haben die Uelzer so eingespart.

„Damit haben wir ungefähr 78 Quadratmeter sommerlichen Arktiseises gerettet“, sagte Elger, die in ihrer kurzen Rede einen Appell an die zu Ehrenden richtete: „Wir sind die Letzten, die noch etwas machen können“, sagte sie mit Blick auf die Begrenzung des CO2-Ausstoßes, wie er im Pariser Klimaschutzabkommen formuliert wurde.

Elger, die die Konsequenzen des Klimawandels „schlimmer als die Corona-Krise“ nannte, erklärte das Radfahren zum „gelebten Klimaschutz“. Durch das Stadtradeln merkten viele, wie viele Strecken im Alltag mit dem Rad zurückgelegt werden könnten: „Man erhält viel zurück: Lebensqualität, Fitness und gute Laune.“

Vor der Klimaschutzmanagerin hatte Bürgermeister Jürgen Markwardt gesprochen. Der würdigte die Leistung der 56 Teams, die angetreten waren. Und hob besonders die vier Fahrer vom „Be-Biker“-Team heraus. „Das ist schon Spitzensport“, sagte Markwardt und verwies auf die 2211 Kilometer, die jeder einzelne dieses Teams im Durchschnitt gefahren war. Der Bürgermeister strich aber auch heraus, dass beim Mitmachen von Familien, Firmen, Vereinen und Teams jeder einzelne Kilometer zähle.

So hätten die Teilnehmer mit 179 755 Kilometern einen neuen Uelzner Rekord aufgestellt. Markwardt wies auf die Einbindung von Sponsoren hin – und hatte ausgerechnet, dass Uelzen im Städtevergleich mit Blick auf die Zahl der Einwohner niedersachsenweit eigentlich auf Platz drei geführt werden müsste. Platz acht ist es offiziell. Im bundesweiten Vergleich liegt die Hansestadt auf Platz 82 von 1300 teilnehmenden Kommunen.

Team „Be Biker“ stellt beste Einzelradler

Wer hat nun – neben den erfolgreichen Foto- und Malwettbewerben, die es auch noch gegeben hat –, das Rennen gemacht? Den besten Einzelradler und die beste Einzelradlerin stellten „Be Biker“ mit Ulf Stein und Andrea Baumgarten. Stein brachte es auf 2903 Kilometer, Baumgarten auf 2360 Kilometer. Die beste Schulklasse waren die „Flotten Flitzer“ der 6b des HEG. Die „radelaktivste Familie“ war Familie Sopniewski. Die Teams mit den meisten Mitradlern waren „Fridays for Future“ (92), der Post SV Uelzen (53) und das Team der Stadtverwaltung (50 Personen).

„Fridays for Future“ schafften mit 30 225 Kilometern vor dem Post SV mit 23 511 Kilometern und „Hansen radelt“ mit 10 154 Kilometern die größte Teamleistung. Als ersten Preis wird die Stadtverwaltung für „Fridays für Future“ ökologisch korrekt im Herbst eine Weide „Am Taterhof“ pflanzen. VON CHRISTIAN HOLZGREVE

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