CDU/Grüne/UWG-Gruppe beantragt Ausbau des Theaters

Stadthalle: Aus spätestens 2016

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Reptilienschau, Hobbymärkte oder Bälle finden hier statt – doch spätestens 2016 könnten in der Stadthalle die Lichter ausgehen – so lautet jedenfalls ein Antrag der Uelzener Stadtratsgruppe von CDU, Grünen und UWG.

Uelzen. Die Stadthalle wird geschlossen. Das Theater wird weiter betrieben. Das sind die Kernaussagen eines Antrags, den jetzt die Mehrheitsgruppe im Uelzener Stadtrat, bestehend aus CDU, Grünen und Unabhängiger Wählergemeinschaft (UWG), vorlegt.

„Die Stadtverwaltung soll bis zum 30. September dieses Jahres ein Konzept erarbeiten, wie im Theater ein neuer Empfangsbereich samt Veranstaltungssaal entstehen kann“, erläutert Gruppenvorsitzender Stefan Hüdepohl dazu. Dabei solle der neue Saal in der Größe dem des großen Saals in der Stadthalle entsprechen. „Denn wir sind der Meinung, dass eine Stadt wie Uelzen einen solchen Veranstaltungsraum benötigt“, so Hüdepohl.

Ein entsprechender Bau am Theater solle bis zum 31. Dezember 2016 stehen. Denn spätestens an diesem Tag wollen CDU, Grüne und UWG die Stadthalle geschlossen sehen. Sollte das neue „Veranstaltungszentrum“ am Theater eher fertig sein, soll die Stadthalle mit Fertigstellung geschlossen werden. Laut Antrag soll die Verwaltung die Stadthalle ab sofort vermarkten.

Voraussetzung für dieses von der Mehrheitsgruppe im Stadtrat gewünschte Prozedere sind allerdings Kündigungen beziehungsweise Verlängerungen verschiedener Verträge. So bestehen, wie berichtet, mit der Schützengilde Uelzen langfristige Nutzungsverträge für den Schießstand in der Stadthalle. „Wir wollen da keine Politik mit dem Holzhammer“, betont Stefan Hüdepohl gegenüber der AZ, „die Schützen und die Kegler sollen auch weiterhin ihre Möglichkeiten bekommen.“ Und wenn nicht in der Stadthalle, dann müsse an anderer Stelle für eine Alternative gesorgt werden. Hierzu müsse man entsprechende Verhandlungen mit den Betroffenen führen, die bis zum 30. Juni 2015 abzuschließen seien.

Sollte der Vertrag mit dem jetzigen Stadthallenpächter nicht verlängert werden können, so Hüdepohl, „dann wird die Stadthalle zum 31. Dezember 2014 geschlossen“, zitiert er aus dem Antrag. Allerdings habe der Pächter schon signalisiert, verhandlungsbereit zu sein.

Außerdem sollen keine weiteren Unsummen in die Stadthalle mehr investiert werden: Die Stadtratsgruppe will Investitionen auf ein Minimum beschränken. Bis zum 31. Dezember 2016 sollen dies allerhöchstens 150 000 Euro sein. Alle Investitionen sollen außerdem vom Verwaltungsausschuss abgesegnet werden. Und falls Einzelmaßnahmen – wie beispielsweise ein einstürzendes Dach oder ähnliches – mehr als 20 000 Euro verschlingen sollten, müsse eine sofortige Schließung vertraglich abgesichert sein.

Von Ines Bräutigam

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