WIR für Uelzen beantragen Sozialtarif für Geringverdiener

Stadtbus fahren zum halben Preis

Wer wenig Geld zur Verfügung hat, sollte trotzdem Stadtbus fahren können, findet die Fraktion WIR-für-Uelzen.
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Wer wenig Geld zur Verfügung hat, sollte trotzdem Stadtbus fahren können, findet die Fraktion WIR-für-Uelzen.
  • VonSandra Hackenberg
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Uelzen – Den Stadtbus sollte sich jeder leisten können, findet Susanne Niebuhr (WIR für Uelzen). Darum regte die Ratsfrau bereits vor einem Jahr während den Beratungen zu dem erweiterten Stadtbus-Liniennetz an, einen Sozialtarif einzuführen.

Getan hat sich bisher aber nichts. Darum stellt die Fraktion „WIR für Uelzen“ nun einen entsprechenden Antrag im Stadtrat, der bei Beschluss die Stadtwerke als Betreiber des Stadtbusverkehrs auffordern soll, den Sozialtarif umzusetzen.

Susanne Niebuhr, WIR für Uelzen

Vom Sozialtarif könnten unter anderem Geringverdiener, Hartz-VI-Empfänger und Asylbewerber profitieren, die dann nur noch die Hälfte des regulären Preises zahlen müssten. „Teilhabe am sozialen und öffentlichen Leben wird Menschen mit geringem Einkommen somit erschwert“, kritisiert Susanne Niebuhr.

Nicht jeder Betroffene wohne zentral, sei gut zu Fuß unterwegs oder könne sich eine Motorisierung leisten. Eine Ermäßigung für diese einkommensschwachen Gruppen sei dringend erforderlich. Die Diakonie könnte die jeweiligen Lebensverhältnisse prüfen und zeitlich begrenzte Berechtigungskarten ausstellen. Ein Busticket für Erwachsene kostet zurzeit entweder 1,65 Euro oder 1,95 Euro – je nachdem, welche Strecke zurückgelegt wird.

Auch für Schüler und Kinder sollte laut „WIR für Uelzen“ der Sozialtarif gelten: „Uns ist aufgefallen, dass Kinder bislang bis zu 60 Prozent des Normalpreises, Schüler circa 75 Prozent zahlen“, erklärt Susanne Niebuhr. Für eine Wochenkarte würden Schüler hochgerechnet sogar mehr als 100 Prozent des Erwachsenenpreises einer Monatskarte zahlen.

Sollte der Sozialtarif eingeführt werden, weist „Wir für Uelzen“ darauf hin, dass der Normalpreis aber nicht erhöht werden dürfe, um wegfallende Einnahmen zu kompensieren. „Wir begrüßten es sehr, wenn auch der Landkreis sich dem anschließt“, regt die Fraktion an.

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