Sozialarbeiter berät Bewohner der Obdachlosenunterkunft in 2,5 Wochenstunden / Jahrespauschale: 6500 Euro

Stadt will weniger Sprechstunden im Böh

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Die Zahl der Bewohner im Böh ist gesunken: Statt 50 leben dort derzeit 21 Personen.

dib Uelzen. In der Obdachlosenunterkunft Im Böh sinkt die Zahl der Bewohner. Während 2001 dort noch 40 bis 50 Personen untergebracht waren, leben aktuell 21 Personen in den Häusern.

Die Stadt Uelzen begründet mit der Entwicklung ihren Vorschlag, dem Herbergsverein lediglich 2,5 Beratungsstunden pro Woche vor Ort zu finanzieren. Der Sozialausschuss hat sich am Montagnachmittag einstimmig für diese Variante ausgesprochen. Somit entstünden der Stadt jährliche Kosten in Höhe von 6500 Euro.

Der Leiterin der Ambulanten Hilfen des Herbergsvereins Wohnen und Leben, Daniela Faber, wäre der bisherige Umfang von drei Stunden wöchentlich lieber gewesen, sagt sie auf AZ-Nachfrage. Seit 2009 steht im Böh jedoch auch ein Ansprechpartner zur Verfügung, der eine Verbindung zur ambulanten Wohnungsnotfallhilfe herstellt, im Umfang von 25 Wochenstunden, die über die Greyer-Stiftung finanziert werden. Da bereits zugesagt worden sei, dass diese Arbeit 2015 über die Stiftung weiterfinanziert werde, so Faber, lasse sich der Umfang der Sprechstunde schon eher reduzieren. Die Zahl der Bewohner sei zwar gesunken, dafür jedoch die Probleme vor Ort gestiegen, betont sie.

Alternativ hätte die Stadt für drei Fachleistungsstunden je Woche künftig 7500 Euro jährlich zahlen müssen. [...]

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