Koordinierungsstelle für Flüchtlinge / Diakonie-Unterkunft in Stadensen

Thema Flüchtlinge: Uelzen will klare Strukturen

+
Das frühere Altenheim in Stadensen soll als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden. Die Diakonie könnte der Betreiber werden. F.: bs

Uelzen. Die Stadt Uelzen plant eine eigene Anlaufstelle für Asylbewerber und Flüchtlinge. Dazu will das Rathaus einen zusätzlichen Mitarbeiter einstellen. Das teilt die Verwaltung auf AZ-Anfrage mit.

Die neue Anlauf- und Koordinierungsstelle soll an das Familien- und Seniorenservicebüro der Stadt angedockt werden. Damit die Stelle installiert werden kann, müssen die politischen Gremien der Kommune zustimmen. Erst recht die Aufsichtsbehörden (Kreis und Land), weil die Stadt zusätzliches Geld in ihrem defizitären Haushalt locker machen muss.

Könnte Sie auch interessieren:

Land bestätigt keine Zahlen

Geheimplan: 1500 Flüchtlinge in BGS-Kaserne

„Das Aufgabenspektrum soll die Erstberatung und weitere Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Leistungs- und Hilfeangeboten umfassen“, so Uelzens Pressesprecherin Ute Krüger. Auch soll der neue Mitarbeiter im Rathaus die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer unterstützen und koordinieren. Das Rote Kreuz, die Diakonie, die Flüchtlingshilfe Uelzen und auch die Feuerwehren sind im Einsatz, wenn Flüchtlinge und Asylbewerber in Uelzen eintreffen und weiter betreut werden müssen. Und weil das Familien- und Seniorenservicebüro in der Qualifizierung und Vermittlung von Ehrenamtlichen über viel Erfahrung verfüge, werde die neue Anlaufstelle dort angesiedelt. „Damit das aktuell große ehrenamtliche Engagement vieler Bürger auch langfristig trägt, benötigt es erfahrungsgemäß Unterstützung durch hauptamtliche Strukturen“, schreibt Krüger.

Bei der Frage der Unterbringung von Flüchtlingen bestätigte der Landkreis Uelzen auf AZ-Nachfrage unterdessen gestern Verhandlungen mit dem Diakonieverband Nordost-Niedersachsen, als möglicher Betreiber der geplanten Gemeinschaftsunterkunft in Stadensen. Wie berichtet, sollen in dem früheren Pflegeheim an der Achterstraße zwischen 32 und 40 Flüchtlinge ein neues Zuhause finden. Ein endgültige Übereinkunft mit der Diakonie sei bislang aber noch nicht erzielt worden, so Kreissprecher Marcus Christ gestern. Am Sonnabend hat die Diakonie bereits per Stellenanzeige mit der Personal für die Einrichtung in Stadensen begonnen.

Von Norman Reuter und Jens Schopp

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare