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Stadt und Kreis Uelzen suchen Einsparpotenzial beim Energieverbrauch

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Von: Lars Lohmann

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Der Zeiger eines Thermometers zeigt 22 Grad Celsius an.
22 Grad zeigt das Thermometer dieser Heizungsanlage an. Für die Liegenschaften von Kreis und Stadt Uelzen wird derzeit darüber diskutiert, die Raumtemperatur zu senken, um Energie zu sparen. © dpa

Nicht nur die Bürger, sondern auch die kommunalen Verwaltungen müssen angesichts rasant steigender Energiepreise Strom, Gas und Öl sparen. Derzeit entwickelt das Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg dazu konkrete Vorschläge.

Uelzen/Landkreis – Die Versorgung mit Gas im Winter ist unsicherer denn je. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat die Bevölkerung zum Sparen aufgerufen. Doch nicht nur die Bürger sind gefordert, sondern auch die Verwaltungen müssen Energie sparen. Die AZ hat beim Landkreis und der Hansestadt Uelzen nachgefragt, wie dort Energie eingespart werden soll.

„Die gemeinsame kommunale Anstalt Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg entwickelt im Hinblick auf die kommende Heizperiode im Herbst und Winter derzeit konkrete Vorschläge zur Einsparung von Energie“, erklärt Kreissprecher Martin Theine. Dabei sollen neben technischen Möglichkeiten wie einer Optimierung der Nachtabsenkung auch organisatorische Vorgaben gemacht werden. So könnte es zum Beispiel Regelungen bei den Lüftungsintervallen geben. Diese sollen dann individuell mit den jeweiligen Trägern wie den weiterführenden Schulen abgesprochen werden.

Außerdem müsse noch der rechtliche Rahmen geprüft werden. So müssen, abgesehen von der technischen Umsetzbarkeit, die Vorgaben des Arbeitsschutzes eingehalten werden. Generell gilt laut Theine, dass die Heizungen während der Schulferien ausgeschaltet sind, um so Energie einsparen zu können.

Dass Einsparmaßnahmen nötig sind, zeigt auch ein Fakt: Bis auf das neue Kreishaus, das außer mit Gas auch mit Erdwärme beheizt wird, werden alle Liegenschaften des Landkreises mit Gasthermen beheizt.

In den Grundschulen der Hansestadt Uelzen läuft in den Ferien unterdessen nur noch die Warmwasserbereitung für die Sporthallen, die von Vereinen genutzt werden. Ansonsten sind laut Stadtsprecherin Sandy Naake die Heizungsanlagen ausgeschaltet.

Etwas diverser sieht es bei den Energieträgen aus, die für die Anlagen genutzt werden. Zwar werden die Grundschulen und städtischen Gebäude hauptsächlich mit Erdgas beheizt, doch es gibt Ausnahmen. So wird in der Grundschule Oldenstadt mit einer Holzpelletheizung die nötige Energie erzeugt. Ölheizungen gibt es an der Sporthalle der Grundschule Holdenstedt, in der Asylbewerberunterkunft am Bohldamm und bei der Feuerwehr Klein Süstedt. Mit Strom wird in der Obdachlosenunterkunft Im Böh sowie in verschiedenen Friedhofskapellen geheizt. In der Kita Gartenstraße kommt hingegen eine Wärmepumpe zum Einsatz.

Ein Paket mit Energiesparmaßnahmen gibt es laut Naake aber noch nicht. Vielmehr werde gerade gemeinsam mit dem Gebäudemanagement an einem solchen gearbeitet. Eine Möglichkeit, die zurzeit geprüft werde, sei zum Beispiel, die Raumtemperatur in städtischen Gebäuden abzusenken sowie Flure nicht mehr zu beheizen. „Konkrete Entscheidungen sind noch nicht getroffen“, sagt Naake.

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