Erwarteter Rückgang bisher nicht festzustellen / Wanderbewegung nach Veerßen

Stadt Uelzen mit stabilen Schülerzahlen

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Im Uelzener Stadtgebiet besuchen in diesem Schuljahr 1182 Mädchen und Jungen die Klassen 1 bis 4 der acht Grundschulen. 

Uelzen – Die sinkenden Schülerzahlen, die für die Hansestadt Uelzen prognostiziert worden waren, sind bisher nicht festzustellen. Das geht aus einer neuen Statistik für die acht Uelzener Grundschulen hervor, die nun der Stadt-Politik vorgestellt worden ist.

Demnach werden zurzeit 1.182 Jungen und Mädchen in den Klassen 1 bis 4 der Grundschulen unterrichtet – das sind in Summe vier mehr als im letzten Schuljahr. „Die demografische Entwicklung, die angekündigt war, ist bisher nicht eingetreten“, bilanzierte Markus Nieber, der bei der Hansestadt Uelzen für den Bereich „Kita, Schule, Sport“ zuständig ist, im Schulausschuss.

Die Hansestadt blickt mit der Statistik auch auf die Zukunft. Dazu werden die erwarteten Geburtszahlen im Stadtgebiet herangezogen. Demnach werden bis zum Schuljahr 2024/25 die Schülerzahlen zwar rückläufig sein, aber es kommt nicht zu einem massiven Einbruch. Für 2024/25 werden 1.155 Schüler erwartet. Das wären 27 weniger als derzeit.

Gemessen an den Geburtsraten für Molzen, schrumpfen vor allem an der Grundschule in dem Uelzener Ortsteil die Schülerzahlen. 25 Jungen und Mädchen würden, so die Prognose, dann noch rechnerisch die Schule besuchen. Allerdings kann die Molzener Grundschule auch von Eltern aus anderen Stadtgebieten angewählt werden, was derzeit auch bereits passiert – so kommt sie derzeit auf 52 Schüler, wovon 28 nicht aus dem eigentlichen Schulbezirk stammen.

Die Anwahlmöglichkeit für Molzen, die auch für Veerßen gilt, ist ein Zugeständnis der Politik, weil es sich um die einzigen beiden Grundschulen handelt, die kein Ganztagsangebot anbieten dürfen.

Von der Anwahlmöglichkeit wird auch in Veerßen Gebrauch gemacht. Jeder dritte Schüler dort stamme nicht aus dem eigentlich geltenden Schulbezirk, so Nieber. Es gebe eine Wanderbewegung von der Lucas-Backmeister-Schule zur Veerßer Schule.

Diese schafft zusehends auch Platzprobleme in Veerßen. Zwei erste Klassen sind in diesem Schuljahr dort eingeschult worden, informierte der Erste Stadtrat Florian Ebeling im Schulausschuss. Es sei Platz dafür geschaffen worden, indem ein Musikraum zum Klassenzimmer umgewidmet worden sei.

Im kommenden Jahr könnten noch einmal zwei erste Klassen aufgenommen werden, weil auch zwei vierte Klassen dann die Schule verlassen würden – sei über das Schuljahr 2020/21 hinaus ein solcher Zuspruch zu erleben, würde es räumlich eng, so Flirian Ebeling.

VON NORMAN REUTER

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