„Brötchentaste“ oder freies Parken an Advents-Sonnabenden?

Stadt prüft Vorschläge gebeutelter Geschäftsleute aus Veerßer Straße

Geschäftsinhaber aus der Veerßer Straße in Uelzen
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Einige der Geschäftsinhaber der Veerßer Straße, die ihren Unmut über die Baustellen-Situation geäußert hatten, trafen sich mit der Stadtverwaltung zu einem Austausch.
  • Lars Becker
    VonLars Becker
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Geschäftsleute aus der Veerßer Straße, die sich über die vielen Baustellen beschwert hatten, haben jetzt mit der Verwaltung an einem Tisch gesessen und Vorschläge gemacht, um die Innenstadt kurzfristig wieder mehr zu beleben.

Uelzen – Knapp einen Monat ist es her, dass Geschäftsleute aus der Veerßer Straße ihrem Unmut über das Baustellen-Szenario in der Stadt Luft gemacht haben. Sie hatten eine gemeinsame Erklärung unterschrieben und ihre Vorwürfe gegenüber unserer Zeitung konkretisiert. Inzwischen hat nun zwischen Vertretern der Verwaltung und Geschäftsinhabern ein etwa 90-minütiges Gespräch im Rathaus dazu stattgefunden.

„Wir freuen uns, dass das Gespräch in einer guten Atmosphäre stattgefunden hat, dass man auf unseren Unmut reagiert und auch Fehler eingeräumt hat. Davor ziehen wir unseren Hut. Wir wollten ja wissen, was die Stadt unternimmt, damit es für uns besser wird. Nur leider bleiben wir vorerst die Leidtragenden, denn schnell und konkret ändert sich nichts. Aus unserer Sicht ist das Kind in den Brunnen gefallen“, resümiertete Julia Kotte, Geschäftsführerin von Juwelier Hennings, stellvertretend für die Geschäftsinhaber.

Sechs Teilnehmer aus Verwaltung und Eigenbetrieb KTS

Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull sowie Bernd Behn, Pierre-Pascal Berning und Melanie Liebelt aus der Fachabteilung Straßenbau und Verkehr, Vivian Jessen (Eigenbetrieb KTS) und Sandy Naake (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) gaben in dem Gespäch – so die Stadt auf Anfrage – „einen Überblick über relevante Baustellen, deren zeitlichen Verlauf und die Auswirkungen auf dem Verkehr“ sowie dazu, „welche Kommunikationsmaßnahmen unternommen wurden und werden, um umfassend über die Bauprojekte zu informieren.“

Die Stadtverwaltung teilt mit, dass sie in Aussicht gestellt habe, die Beschilderung und Wegeführung in die Stadt zu optimieren und den Flyer „Gut ankommen“ zur Verteilung an Kunden in den Geschäften neu aufzulegen. Zudem seien weitere unterstützende Aktionen seitens des Stadtmarketings geplant.

Verwaltung und Politik sollen Anregungen diskutieren

Und „vorbehaltlich der politische Zustimmung“ sei der Verzicht auf die Erhebung von Sondernutzungsgebühren für Außenbestuhlung oder Aufsteller auch im Jahr 2022 denkbar. Die Anregungen der Geschäftsinhaber – beispielsweise eine „Brötchentaste“ für die Parkscheinautomaten oder ein kostenloses Angebot zum Parken an den Sonnabenden im Advent – „werden nun verwaltungsintern sowie in den politischen Gremien auf Machbarkeit und Finanzierbarkeit diskutiert“.

Julia Kotte freut sich zwar darüber, gibt aber zu bedenken, dass etwa QR-Codes vor Baustellen, eher schlecht lesbare Flyer, die zudem an den Markttagen nicht zu gebrauchen seien, oder Facebook-Kampagnen gerade älteren Kunden kaum helfen.

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