Im ersten Schritt werden 780 zusätzliche Plätze für Beisetzungen ausgewiesen

Stadt Uelzen erweitert den Bestattungswald

Der Bestattungswald am Fischerhof wird nun erweitert. Eine Infotafel gibt einen Überblick über das bisherige Gelände. 
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Der Bestattungswald am Fischerhof wird nun erweitert. Eine Infotafel gibt einen Überblick über das bisherige Gelände. 

Uelzen – Am Fischerhof in Uelzen werden auch in den kommenden Jahren an Buchen, Eichen, Fichten, Kiefern und Douglasien Urnen beigesetzt: Der Uelzener Bestattungswald wird erweitert – das ist nun beschlossene Sache.

Knapp 1,6 Hektar umfasste bisher der Bestattungswald. An 83 Bäumen waren Plätze für Beisetzungen ausgewiesen worden. Ein Großteil davon ist bereits vergeben, weswegen die Stadt der Politik eine Erweiterung vorschlug. Der Rat stimmte am Montag dieser Idee mehrheitlich zu.

Karl-Heinz Schmäschke von der Gruppe von Grünen, FDP, Linken und Piraten: „Wir müssen festhalten: Die Menschen wünschen sich eine andere Bestattungsform als das Begräbnis auf einem Friedhof.“ Darauf habe die Stadt reagiert, als sie ihren Bestattungswald geschaffen habe. Wäre die Bestattungsform nicht angeboten worden, wäre es nicht zwingenderweise zu Begräbnissen auf Friedhöfen gekommen. Die Menschen hätten sich womöglich Bestattungswälder außerhalb der Landkreisgrenzen gesucht, so Schmäschke.

Ein Punkt, auf den auch Klaus Knust von der SPD eingeht: „Die Menschen werden in andere Bestattungswälder ausweichen, wenn wir diese Form nicht mehr anbieten.“

In den nächsten Jahren sollen nach dem Willen der Politik nun drei weitere Hektar zum Bestattungswald erklärt werden. Die neuen Flächen grenzen direkt an die bisherige an und liegen größtenteils auf der gegenüberliegenden Seite des Fischerhofweges, teilt die Hansestadt Uelzen mit.

Im ersten Schritt werden rund 65 Bäume ausgewählt, die 780 Beisetzungen ermöglichen. Hält der Bedarf zukünftig konstant an, stehen noch 70 Bäume mit einer Reserve für weitere 840 Plätze optional auf diesem Waldstück zur Verfügung. Ausgewählt werden können entweder einzelne Plätze oder ein ganzer Baum. Die Kosten hängen von der Größe und Lage der Bäume ab. Die Stadt spricht von Wertstufen. VON NORMAN REUTER

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