Sprühaktion in allen Stadtteilen war erfolgreich / Auch Stadtwald nicht betroffen

Stadt Uelzen hat den Eichenprozessionsspinner im Griff

Der Eichenprozessionsspinner führt zu Asthma.
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Der Eichenprozessionsspinner führt zu Asthma.

Uelzen – Deutschlandweit wird aktuell der tückische Eichenprozessionsspinner bekämpft. Bei Menschen verursacht der Kontakt allergische Reaktionen, wenn Brennhaare in die Haut und die Schleimhäute eindringen.

Asthma, Bronchitis, schmerzhafter Husten oder Juckreiz können die Folgen sein (AZ berichtete).

Im Mai versprühte die Firma „Enviro“ aus Sachsen-Anhalt im Auftrag der Stadt Uelzen das Biozid „Neemprotect“ an zwei Tagen in allen Uelzener Stadtteilen in die Baumkronen, wo es 2018 einen Befall des Eichenprozessionsspinners gegeben hatte. Ziel waren die Nester, damit die Raupen absterben. Das Biozid ist laut Christine Tietz von der Abteilung Grünflächen und Umwelt der Stadt Uelzen für den Menschen und für Bienen ungefährlich.

Nach Auskunft von Stadtsprecherin Ute Krüger seien im Rahmen der üblichen Kontrollen anschließend keine Nester entdeckt worden. „Die Sprühaktion war erfolgreich“, so Krüger. Laut Stadtförster Thomas Göllner sei auch der Stadtwald nicht betroffen. „Der Eichenprozessionsspinner mag Licht und Wärme. Im Wald ist es ihm zu kalt“, sagt Göllner.

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart, die sich im Laufe der vergangenen Jahre von Südeuropa aus immer weiter nach Nordeuropa ausgebreitet hat. Größere Probleme damit hatte es zuletzt in Gartow (Lüchow-Dannenberg) gegeben.

VON TIMO HÖLSCHER

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