Stadt lehnt neue Discounter im Zentrum ab

Unter anderem für diesen Bereich an der Lüneburger Straße soll die Veränderungssperre wirksam sein. Archivfoto: Mahler

Von Bernd SchossadowskiUelzen. "Wir wollen im Kernstadtbereich keine weiteren Discounter ansiedeln. Dort sind wir absolut überbesetzt." Die Haltung der Uelzener Verwaltung, dargelegt von Baudezernent Karsten Scheele-Krogull im jüngsten Stadtplanungsausschuss, ist eindeutig. Das geht auch aus dem 2008 aufgelegten städtebaulichen Entwicklungskonzept für den Lebensmitteleinzelhandel in Uelzen hervor.

Weil aber ein Investor östlich der Lüneburger Straße einen größeren Discounter errichten möchte (AZ berichtete), schlug Scheele-Krogull dem Ausschuss eine Verlängerung der Veränderungssperre für diesen Bereich vor. Diese war 2009 erlassen worden, um die Ansiedlung eines derartigen Einkaufsmarktes zu verhindern, aber am 31. März abgelaufen. Der Stadtplanungsausschuss sprach sich nun mit großer Mehrheit dafür aus, die Sperre um ein Jahr zu verlängern. Nur FDP-Vertreter Gerald Röpe stimmte dagegen.Die Stadt brauche dieses zusätzliche Jahr, um die Aussagen aus der Fortschreibung des Entwicklungskonzepts in den Bebauungsplan "Innenbereich Lüneburger Straße" aufnehmen zu können, erklärte Scheele-Krogull. Zudem gebe es vor Ort bereits einen Lebensmittelmarkt. "Lassen wir mehrere Discounter in unmittelbarer Nähe zu, wird Verdrängung stattfinden. Dann geht irgendeiner kaputt und wir haben dort eine Brache liegen", warnte der Baudezernent. Stattdessen wolle die Stadt nur noch in bislang unterversorgten Ortsteilen die Ansiedlung von Lebensmittelmärkten zulassen. Mögliche Standorte seien in Oldenstadt und Groß Liedern (AZ berichtete).Unberührt von einer Veränderungssperre bleibt indes die bereits erteilte Baugenehmigung für den Bau eines Lebensmittelmarktes mit maximal 695 Quadratmetern Verkaufsfläche östlich der Lüneburger Straße. "Diesen Markt würde die Stadt zulassen", sagte Scheele-Krogull, doch eine solche Dimension sei dem Investor zu klein.

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