Stadt gibt Schlosswochen ab

Ute Lange- Brachmann

bs Uelzen. Die Holdenstedter Schlosswochen werden künftig nicht mehr von der Stadt Uelzen veranstaltet, sondern von der neu gegründeten Schlosswochen-Gesellschaft. Darauf haben sich jetzt die Stadtverwaltung und die bisherige Organisatorin der jährlichen Kulturveranstaltung, Ute Lange-Brachmann, verständigt. Damit ist die Kontroverse um die geplante Aufwandsentschädigung für die ehemalige Uelzener Kulturmanagerin (AZ berichtete) beendet.

Die Organisation der Schlosswochen soll in der Hand von Lange-Brachmann bleiben, das inhaltliche Konzept in der Verantwortung der neuen Gesellschaft unverändert sein, fasst Bürgermeister Otto Lukat die Vereinbarung zusammen. Zudem wird die Stadt keine Aufwandsentschädigung an Lange-Brachmann zahlen, wohl aber den durchschnittlichen Haushaltszuschuss der vergangenen Jahren für die Schlosswochen zur Verfügung stellen. In diesem Jahr sollen dafür 14 500 Euro fließen, vorausgesetzt der Landkreis als Kommunalaufsicht gibt diese Mittel frei.

Die Aufgabe der neuen Trägergesellschaft ist es wiederum, weitere finanzielle Mittel von privater Seite einzuwerben. „Das ist eine gute Lösung für beide Seiten“, meint Lukat. „Denjenigen, die die geplante Aufwandsentschädigung kritisiert haben, ist damit die Spitze genommen.“

Bei der Gründungsversammlung der Schlosswochen-Gesellschaft schlossen sich etwa ein Dutzend Mitglieder zusammen. Zum Vorsitzenden wurde Lange-Brachmanns Ehemann Eckhard Lange gewählt. Nun soll der Verein bei einem Notar eingetragen werden.

„Wir wollen in der Tradition bleiben“, setzt Lange auf Kontinuität bei den Schlosswochen. Diese finden diesmal vom 26. August bis zum 11. September statt und tragen den Titel „Franz Liszt – Gustav Mahler: Von der Romantik in die Moderne“. Und auch Ute Lange-Brachmann ist „optimistisch, dass es gut laufen wird“. Die Konstruktion als Verein ermögliche „viel Unabhängigkeit“.

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