Stadt entschuldigt sich bei der Familie

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Vesna Omland pflegt im Kinderkrankenhaus Kassel ihren Sohn Andreas, der seit dem Badeunfall im Oldenstädter See schwerstbehindert ist – die Behörden hatten ihn für tot erklärt

tm Uelzen. Seit zehn Monaten pflegt Vesna Omland ihren 15-jährigen Sohn Andreas, der nach einem Badeunfall im Oldenstädter See schwerstbehindert ist. In dieser Woche bekam sie von den Behörden die schriftliche Bestätigung, dass ihr Sohn noch lebt: Die Stadt Uelzen entschuldigte sich bei der Mutter, dass man ihren Jungen irrtümlich für tot erklärt habe. Das sei „auf der Grundlage einer falschen Übermittlung“ passiert, schreibt Bürgermeister Otto Lukat in einem Brief an die Mutter. Ursache sei eine „Fehlinformation aus dem Klinikum Uelzen“.

Der Dortmunder Gymnasiast war am 4. August im Oldenstädter See unter Wasser geraten. Zwei Rettungsassistenten, die sich zufällig unter den Badegästen befanden, tauchten nach dem Jugendlichen und zogen ihn aus dem Wasser. Die Lebensrettungsmedaille sei für die beiden unter anderem nicht in Frage gekommen, weil der Junge verstorben sei, hieß es auf einem Festakt für die beiden jungen Männer.

Die Mutter, die ihren Beruf aufgegeben hat, um ihren Jungen rund um die Uhr zu pflegen, hatte von der AZ erfahren, dass man ihren Jungen für tot erklärt hatte und empört reagiert.

Die Stadt schickte mit dem Entschuldigungsschreiben noch ein Präsent – einen Bildband über Uelzen.

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