Baum-Aktion: Verwaltung kommt manchen Begehren der Bürger nach – und manchen auch nicht

Stadt Uelzen arbeitet Wunschzettel ab

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Ärgernis für Stadt und Bürger: Der Fußweg zwischen Karlstraße und Uhlenköperpark verschwindet irgendwann im Nichts.

Uelzen. Das Leben ist kein Wunschkonzert. Eine Aktion der Stadt, die immer zum Jahresende im Foyer des Uelzener Rathauses sichtbar wird, hingegen schon:

Fahrschulen dürfen das Albrecht-Thaer-Gelände nutzen – im Gegensatz zu nächtlichen „Besuchern“, die dort herumfahren.

Für den sogenannten Wunschbaum nämlich kann jeder Bürger seinen ganz persönlichen Wunsch auf einen Zettel schreiben und in die weihnachtliche Tanne hängen. Welcher Wunsch erfüllt werden kann, das prüft die Stadt Uelzen dann jedes Jahr aufs Neue. Einige Wünsche aus der jüngsten Wunschbaum-Aktion sind gerade in diesen Tagen wahr geworden – manche allerdings werden auch in Zukunft nur Wünsche bleiben. Erfüllt hat die Stadt einige Wünsche nach Instandssetzung von Straßen und Wegen. So ist zusätzliches Geld für den Wegebau in Park- und Gartenanlagen bereit gestellt worden, um den Verbindungsweg zwischen Veerßen und dem Königsberg auf Vordermann zu bringen, und auch Bereiche des Lahwegs wurden neu gepflastert. Eine Sanierung der Medingstraße ist für nächstes Jahr geplant, und an der Achterstraße wurden holprige Stellen im Kopfsteinpflaster ausgebessert.

Schwierig ist die Wunscherfüllung allerdings, wenn es um den auch aus der Sicht der Stadt notwendigen Ausbau des Fußwegs von der Karlstraße zum Uhlenköperpark geht. „Die Stadt hat die Problematik mehrfach an die Eigentümerin Deutsche Bahn Netz AG herangetragen und sieht die Möglichkeiten in dem anstehenden Wechsel des Hauptmieters im Uhlenköperpark, die auch zu Veränderungen auf dem Gelände führen“, heißt es seitens der Stadt.

So ist’s richtig! Doch nicht alle schieben ihre Fahrräder in der Fußgängerzone. Die Polizei will das stärker kontrollieren.

Auch der widerrechtliche Fahrradverkehr in der Fußgängerzone war Inhalt mancher Wunschzettel – nämlich dahingehend, dass er verschwinden möge. Die Stadt habe das Radfahren verboten und die Polizei gebeten, Kontrollen durchzuführen, heißt es dazu. Auch ein Wunsch nach mehr Fahrradständern in der Fußgängerzone soll in Erfüllung gehen – die Stadt Uelzen plane genau das. Unerfüllt wird hingegen vorerst der Wunsch nach einer Straßenbeleuchtung am Fuß- und Radweg zwischen Holdenstedt und Veerßen bleiben. Aus Kostengründen. Auch eine sogenannte Brötchentaste an den städtischen Parkscheinautomaten, mit der für schnelle Besorgungen kostenfrei geparkt werden könnte, wird es in Uelzen nicht geben. Ebenso wenig wie gewünschte Sonderberechtigungskarten. Erklärung: „Die Stadt wird solche Möglichkeiten, auch aus Gründen der Gleichbehandlung, nicht einführen.“

Für manche Uelzener wird wohl auch das kostenfreie Parken im oberen Bereich der Albertstraße ein Ärgernis bleiben. Diese Regelung, so die Begründung in der Pressemitteilung, habe die Stadt bewusst so getroffen, um insbesondere Berufstätigen das Parken für längere Zeit in einem Teilbereich zu ermöglichen.

Handlungsbedarf sieht derweil auch die Stadt im Bereich des Albrecht-Thaer-Geländes. Dort klagen Anwohner darüber, dass nachts Autos auf dem Verkehrsübungsplatz und Bolzplatz herumfahren. Die Stadtverwaltung zieht daraus Konsequenzen: „In Kürze erfolgt eine zeitliche Sperrung durch Einbau einer Zufahrtssperre zum Sportplatz.“

Von Ines Bräutigam

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