Im Frühjahr beginnt die umfangreiche Innensanierung des Uelzener Gotteshauses

Uelzens St.-Marien-Kirche wird Baustelle

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Kirchenvorstand Manfred Heuer, Beatrice Großmann und Restaurator Reinhold Gonschior (von links) bei den restauratorischen Vorarbeiten in der St-Marien-Kirche im vergangenen Herbst.

Uelzen. Die St. -Marien-Kirche wird zur Baustelle: Im Frühjahr soll mit der umfangreichen Sanierung des Innenraums begonnen werden. Wahrscheinlich Ende März, Anfang April soll es losgehen, so Pastor Florian Moitje.

Es ist die erste Sanierung im Innern seit mehr als 50 Jahren. Zuletzt wurde 1960/61 frische Farbe im Hohen Chor, im Mittelschiff und in der Apostel-Kapelle aufgetragen, weiß Beatrice Großmann vom zuständigen Amt für Bau- und Kunstpflege in Lüneburg.

Der erste Bauabschnitt beginnt im Hohen Chor. Gerüst und Staubwände müssen aufgestellt werden. „Dort haben wir eine Höhe von 15,90 Metern. Da müssen sie erst einmal raufkommen“, sagt die Fachfrau. Nach drei bis vier Monaten wird umgebaut, dann geht es im Mittelschiff des Gotteshauses weiter.

„Wir hoffen, dass wir bis Ende des Jahres mit den Arbeiten durch sein werden“, sagt Großmann. Während dieser Zeit kann die Kirche weiter für Gottesdienste genutzt werden. Die Besucher müssen sich eben nur an den Anblick des Gerüsts gewöhnen.

Im vergangenen Herbst hat es schon restauratorische Vorarbeiten gegeben (AZ berichtete). An der Decke sind kleine Musterflächen gestrichen worden. Dort kann man sehen, wie die Kirche Ende des Jahres in neuem Glanz erstrahlen wird. „Die Substanz des Innenraumes ist gut“, sagt Beatrice Großmann. Es seien Staub und Kerzenruß, die sich im vergangenen halben Jahrhundert über Decken, Wände und Gewölbe gelegt hätten, so Großmann. Auch sollen der historische Bau barrierefrei und die Heizung ausgetauscht werden. Eine Million Euro sind dafür veranschlagt.

Man werde jetzt die Finanzierung angehen, kündigte Großmann gestern an.

Von Jens Schopp

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